Hans-Jügern Eichenauer: „Dem Trend entgegensteuern“

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Hans-Jürgen Eichenauer, stellvertretender Obermeister der Innung für Elektro-, Sanitär- und Heizungstechnik

Hans-Jürgen Eichenauer, stellvertretender Obermeister der Innung für Elektro-, Sanitär- und Heizungstechnik Hersfeld-Rotenburg stand im Interview Rede und Antwort.

Vielerorts wird von Fachkräftemangel gesprochen. Ist das in der Sanitär-Heizung-Klima-Branche auch der Fall?

Hans-Jürgen Eichenauer: Im Bereich Sanitär-Heizung-Klima deutet sich ein Mangel an Auszubildenden und Fachkräften an. Die Anforderungen in diesem Beruf werden immer höher, vor allem durch die hochwertige Technik bei Heizungsanlagen. Infolge dieser gehobenen Ansprüche ist nicht jeder Schulabgänger dazu geeignet, eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK zu absolvieren. Ein beginnender Fachkräftemangel ist dadurch gegeben. Wir versuchen, dem durch eine verstärkte Ausbildung gegenzusteuern. Darüber hinaus sehen wir keine Möglichkeiten. Problematisch ist auch, dass die Industrie ein anderes Lohnniveau hat als das Handwerk. Daher wandern viele Fachkräfte in die Industrie ab. Dieser Trend müsste gestoppt werden.

Wie sehen Sie die Perspektive ihres Handwerks für die Zukunft?

Hans-Jürgen Eichenauer: Anlagenmechaniker SHK werden in der Zukunft immer gebraucht. Es ist ein Beruf, der nicht aussterben wird und in der technischen Entwicklung immer weiter fortschreitet – insbesondere in den Bereichen energiesparender Techniken und erneuerbarer Energien. Denn der Trend weg von Öl und Gas wird sich weiter verstärken.

Was ist das Besondere an diesem Handwerk?

Hans-Jürgen Eichenauer: Es ist ein interessanter und vielseitiger Beruf. Durch die umfangreiche Technik, die dahinter steht, ist ein breites Spektrum gegeben und die Arbeit insgesamt sehr abwechslungsreich. Es gehört weit mehr dazu, als nur Rohre anzuschließen. Bei jedem Auftrag gibt es wieder etwas ganz anderes zu tun und stellen sich andere Herausforderungen. Das macht diese Tätigkeit so spannend, gerade für Jugendliche. (ybs)

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