Handwerk informierte über Vorgehensweise

Vergabe von Aufträgen im Blick

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Informierten Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über die Vergabeordnung : (von links) Klaus Deneke (Regierungspräsidium Kassel), Brigitta Trutzel (Auftragsberatungsstelle Hessen), stellv. Kreishandwerksmeister Herbert Dinger, Christian Behrendt (Handwerkskammer Kassel) und Andreas Lieberknecht (Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen).

Ein gefüllter Saal erwartete die Referenten des Seminars „Kommunale Vergabe, aber richtig…“ im Korbacher Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft.

Die Handwerksorganisation hatte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, aber auch Handwerker sowie Architektur- und Ingenieurbüros eingeladen, um über die neuesten Anforderungen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) zu informieren.

Die VOB/A regelt die Vergabe von Bauaufträgen durch öffentliche Auftraggeber. Ziel der Norm ist es, einen sachgerechten Ausgleich zwischen den Interessen von Auftraggebern und Bietern zu schaffen. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Herbert Dinger hob in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit eines stetigen Dialogs zwischen Wirtschaft und Verwaltung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge hervor: „Dem sich aufgrund haushaltsrechtlicher Verpflichtungen ergebenden Interesse der Auftraggeber nach Wirtschaftlichkeit, stehen auf Seiten der Bieter die Aspekte der Gleichbehandlung, der Transparenz und des fairen Wettbewerbs gegenüber.“ Dies führe dazu, dass sich die Vergabe auf den Preis als vermeintlich einziges Prüfungskriterium beschränkt.Das widerspreche jedoch den Zielen der VOB/A, denn „gerade erfahrene Auftraggeber wissen, dass der niedrigste Preis nicht immer der wirtschaftlichste ist.“

„Oftmals entpuppten sich günstige Angebote nachträglich als sehr teuer, daher sollten bei der Vergabe vor allem die Qualifikationen der Bieter geprüft werden“, sagte der Geschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen, Andreas Lieberknecht. (nh)

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