Volle Auftragsbücher in Handwerksbetrieben

Dem Handwerk in Südniedersachsen geht es so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Nur zweimal während des Wiedervereinigungsbooms Anfang der 1990er-Jahre hatten die Unternehmen die Geschäftslage besser eingeschätzt als in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

Zu diesem Ergebnis kommt die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen in ihrer Konjunkturanalyse.

Nach Angaben von Pressesprecherin Birgit Sudhoff bewerteten 26 Prozent der befragten Handwerksbetriebe die Geschäftslage als gut, 57 Prozent als befriedigend. Lediglich 17 Prozent der Firmen stuften ihre geschäftliche Situation als schlecht ein. „Alle Branchen, bis auf die Konsumgüterhersteller und persönlichen Dienstleister, wiesen eine mindestens durchschnittliche Geschäftslage auf. Das hatten wir in den vergangenen zehn Jahren nicht“, sagt Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst. Die Unternehmer seien auch bereit, zu investieren, um ihre Betriebe zu erweitern.

Dass es im Handwerk rund läuft, hat nach Auskunft der Handwerkskammer mehrere Gründe: Das verarbeitende Gewerbe habe sich nach der Krise von 2009 erholt, die Konjunkturpakete und die anziehende Beschäftigung hätten die Entwicklung unterstützt, und der Trend zur energetischen Sanierung beschere volle Auftragsbücher in den Ausbauhandwerken.

Ablesbar sei die verbesserte Lage auch daran, dass durch den relativ milden Winter die Beschäftigung nahezu stabil geblieben sei, so Pressesprecherin Sudhoff. Vor allem das Investitionsgüterhandwerk, beispielsweise Metallbauer und Feinwerkmechaniker, und das Kfz-Handwerk hätten Mitarbeiter eingestellt. Beim Kfz-Handwerk stütze vor allem die Nachfrage von Betrieben nach Pkw die Konjunktur.

Den Kunden komme die starke Konkurrenz auf den Handwerksmärkten zugute, diese verhindere einen Anstieg der Preise, erläutert Kammerpräsident Herbst. (kri)

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