Anhaltender Trend

Das Wellness-Handwerk sorgt für Entspannung

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Entspannung: Ohne Holz keine Sauna - und ohne das Handwerk gibt es kein Wellnessvergnügen.

Ob Sauna, Massagen oder Kosmetik: Immer mehr Deutsche suchen Erholung und Entspannung bei unterschiedlichsten Wellness-Angeboten. Ein Trend, der seit Jahren anhält – und der ohne das Handwerk undenkbar wäre.

Vom kleinen Fachbetrieb bis zum internationalen Wellness-Unternehmen sorgen unzählige Experten für Produkte und Dienstleistungen zum Wohlfühlen.

Zur Stärkung der Gesundheit oder einfach als Entspannung: Mehr als 40 Prozent der Deutschen interessieren sich für Wellness-Angebote wie Sauna, Dampfbäder oder Kosmetikbehandlungen. Rund 2,3 Milliarden Euro setzte die Branche im vergangenen Jahr um – Tendenz steigend. Dabei suchen die Menschen ihr seelisches Wohlbefinden, Spaß und eine gute körperliche Verfassung nicht nur in den zahlreichen Spa-Hotels und Kureinrichtungen, sondern immer öfter auch in den eigenen vier Wänden. So bringen rund 1,7 Millionen privat eingebaute Saunen die Deutschen auch zuhause ins Schwitzen. Doch damit Eigenheime, Schwimmbäder und Hotelanlagen zu Wellness-Oasen werden können, ist das Handwerk unverzichtbar. Erst Tischler, Böttcher, Fliesenleger, Anlagenmechaniker für SHK oder Elektroniker und viele weitere Handwerker machen mit ihren Produkten und Dienstleistungen Entspannung und Erholung möglich.

Holz als Dauerbrenner

Rolf Götze ist einer dieser Handwerker. Der 60-jährige Böttchermeister arbeitet in der siebten Familiengeneration in Dresden als Fassmacher. In seinem Vier-Mann-Betrieb fertigt er neben Bier- und Weinfässern seit einigen Jahren auch individuelle Holzbadewannen und Saunazubehör. „Ursprünglich waren wir kein Spezialbetrieb für Wellness-Produkte, sondern hatten eine sehr breit gefächerte Palette an Holzprodukten. Früher wurde ja praktisch alles in Holzgefäßen gelagert und transportiert, das ist heute nicht mehr der Fall“, sagt Rolf Götze. Der Handwerker hat sich auf die veränderte Nachfrage eingestellt und profitiert dabei von dem Werkstoff, mit dem er arbeitet. Denn Holz ist ein schlechter Wärmeleiter – das Wasser bleibt somit sehr lange angenehm temperiert. Die Anfertigung ist sehr aufwändig, da nur ganz bestimmte Hölzer dafür in Frage kommen und diese nicht industriell verarbeitet werden können. „Die Hölzer, meist Eiche oder Lerche, bearbeiten wir dann vom Stamm selbst auf und behandeln  sie genau nach unseren Qualitätsstandards“, so Götze. Zudem sind die Wannen aus regionalen Naturmaterialen ein ökologisches Statement, das bei der anspruchsvollen Wellness-Kundschaft gut ankommt, erläutert der Böttchermeister: „Bei uns gibt es keine Serienproduktion. Wir bauen jede Holzbadewanne nach den individuellen Wünschen.“

Weltweites Wellness-Handwerk

Mit individuellen Anfertigungen kennt sich auch Stefan Schöllhammer, Geschäftsführer der KLAFS GmbH & Co. KG, aus – allerdings einige Nummern größer. Sein Unternehmen ist Weltmarktführer im Bereich Sauna-, Pool- und Spa-Anlagen und beschäftigt über 750 Mitarbeiter, davon rund 550 in Deutschland. „Von der kleinen Privatsauna für 5000 Euro bis zur kompletten Spa-Landschaft für fünf Millionen bekommt man bei uns das komplette Wellness-Programm“, sagt Schöllhammer. Das Geheimnis des internationalen Erfolgs liegt in Schwäbisch Hall. „Heiztechnik, Steuerungselektronik und Holzprodukte stammen allesamt aus eigener Entwicklung“, so Schöllhammer. Für die Herstellung, Installation und Wartung der Produkte beschäftigt das Unternehmen rund 200 Handwerker unterschiedlichster Gewerke, darunter zahlreiche Tischler, Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Fliesen- und Mosaikleger. Damit die Wellness-Anlagen auch fachgerecht installiert und in Betrieb genommen werden können, reisen KLAFS-Handwerker regelmäßig quer um den Globus. „Zum einen wollen wir ein perfektes Endprodukt, zum anderen wünschen gerade auch unsere internationalen Kunden die handwerkliche Wertarbeit aus Deutschland“, erklärt Schöllhammer. „Und so exportieren wir nicht nur Wellness-Produkte, sondern auch die deutsche Handwerkskunst.“ (www.handwerk.de)

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