Weltmeisterliches Handwerk

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Flutlicht: Ohne das Handwerk gäbe es keine WM.

Vom 26. Juni bis zum 17. Juli findet die 6. Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Während Gastgeber und Titelverteidiger Deutschland zusammen mit Fußballfans im ganzen Land von einem weiteren Sommermärchen träumen, machen unzählige Handwerkerinnen und Handwerker die WM-Stadien fit.

Wie viel Handwerk hinter dem Fußball-Großereignis steckt, ist für die Zuschauer kaum zu erahnen.

Während die deutschen Fußballerinnen noch auf ihren großen Auftritt warten, haben die deutschen Handwerkerinnen und Handwerker sich bereits bewiesen – sie sind die Champions der WMVorbereitung. Damit die neun Stadien mit ihren insgesamt 330.000 Plätzen während der WM perfekte Voraussetzungen für große Fußballmomente bieten, zeigten sie im Vorfeld bereits vollen Einsatz. Flutlichtsysteme wurden gebaut, ganze Stadien mussten neu verkabelt werden, Beschallungsanlagen, Rasenheizungen und sanitäre Anlagen wurden installiert oder erneuert, und durch Maler- und Putzarbeiten bekamen die Arenen einen neuen Anstrich.

Das Handwerk – Spielmacher im Hintergrund

Aber nicht nur im Vorfeld, auch während der WM gönnt sich das Handwerk keine Auszeit. So stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bochumer Handwerksbetriebes Hasenkamp Sanitär Heizung Klima auf Abruf bereit, wenn am 27. Juni im Bochumer Stadion das Spiel zwischen Japan und Neuseeland angepfiffen wird. Sanitäre Anlagen, Leitungen und Anschlüsse im gesamten Stadion werden von Hasenkamp instand gehalten und während der Spiele überwacht.

„Häufig ahnt man als Zuschauer gar nicht, was alles an Handwerk hinter dem Betrieb eines Stadions steckt“, erklärt André Kuntjoro, Leiter Marketing bei Hasenkamp. Der traditionsreiche Meisterbetrieb ist dem Fußball schon lange verbunden. Seit Jahrzehnten ist Hasenkamp Partner vom VfL Bochum und hat maßgeblich an der Renovierung des Stadions in Bochum mitgewirkt: Von den kompletten Sanitär- und Heizungsarbeiten über die Rasenheizung des Spielfeldes bis hin zur Erneuerung der Verkaufsstände im Stadionumlauf. Die Gebäudetechniker von Hasenkamp bieten der Arena gewerkeübergreifend Leistungen aus einer Hand. „Wir haben mehrere Fachabteilungen und können so verschiedene handwerkliche Leistungen anbieten, egal ob Elektriker-, Maler- oder Klempnerarbeiten“, so Kuntjoro. Und noch eine weitere Gemeinsamkeit hat der Betrieb mit dem Fußball: Wie im Fußball stehen auch bei Hasenkamp die Frauen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Ein Drittel der Belegschaft ist weiblich. „Wir sind stolz auf unseren hohen Frauenanteil, in allen Unternehmensbereichen arbeiten weibliche Mitarbeiter“, erklärt Kuntjoro.

Das Handwerk erhellt die Fußballarenen

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens Lichttechnik Hessling haben einen besonderen Bezug zur Fußball-WM und fiebern mit den deutschen Spielerinnen mit. Sie sind etablierte Spezialisten auf dem Gebiet der Stadientechnik und haben sieben der neun deutschen WMStadien mit moderner Flutlichttechnik ausgestattet, damit sie auch zur späten Stunde fernsehtauglich im hellen Scheinwerferlicht erstrahlen. Dabei bietet der Düsseldorfer Betrieb Planung, Installation und Service aus einer Hand. Denn Flutlichtanlagen in großen Fußballarenen müssen eine Vielzahl von Kriterien erfüllen. „Damit das Spielfeld gleichmäßig ausgeleuchtet wird, sind die vielen Scheinwerfer stets exakt aufeinander abzustimmen. Nur so erfüllen die Stadien die strengen Vorgaben der Fußballverbände“, erklärt Martin Hessling, Prokurist des Familienbetriebs. Dafür kommt eine spezielle Software zur Lichtplanung zum Einsatz, die alle fünf mal fünf Meter einen Berechnungspunkt setzt. Nachdem die Beleuchtungsstärke an 88 Messpunkten auf dem Spielfeld ermittelt wurde, können die Scheinwerfer einzeln eingestellt und justiert werden. Neben der komplexen Installation von Flutlichtanlagen übernimmt der Betrieb auch anfallende Wartungs- und Reparaturarbeiten, beispielsweise wenn kurzfristig ein Schweinwerfer ausfällt. „Gerade was die Reparatur von Flutlichtanlagen betrifft, sind wir sehr reaktionsschnell. Ein großer Konzern abseits des Handwerks kann das nicht leisten“, meint Hessling.

Kein Sommermärchen ohne das Handwerk

Handwerkerinnen und Handwerker aus den unterschiedlichsten Gewerken können bereits jetzt ihre Leistung feiern. Schon vor dem ersten Anpfiff haben sie mit ihren Händen gezaubert und mit ihrem handwerklichen Know-how die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Weltmeisterschaft ein großes Fest werden kann. Jetzt ist es an den deutschen Fußballerinnen, mit ihren Füßen zu zaubern. (www.handwerk.de)

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