Werner Haas: „Comeback des Thekenverkaufs“

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Werner Haas, Obermeister der Innung Fleischer Werra-Meißner

Werner Haas, Obermeister der Innung Fleischer Werra-Meißner, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk der Fleischer in den vergangenen Jahren verändert?

Werner Haas: Das Fleischerhandwerk durchlebt in der letzten Zeit ein Comeback des Thekenverkaufs. Nach Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeiten an der Basis, nämlich den durch die letzten „Horrormeldungen“ verunsicherten Verbraucher selbst, liegt der Thekenverkauf wieder voll im Trend. Der Verbraucher akzeptiert wieder, dass die qualitativ hochwertigen Lebensmittel auch ihren Preis haben. Es besteht immer mehr Interesse an Fleischereigeschlachtetem Frischfleisch und eigens erstellter Wurst. Der Handwerksfleischer ist immer mehr gefordert und nimmt die Rolle eines professionellen Ernährungsberater ein und berät die interessierten und sensibilisierten Verbraucher.

Fleischer - Azubis an der Berufsschule Eschwege

Fleischer - Azubis an der Berufsschule Eschwege

Wie wirken sich die Vorschriften der EU auf das Berufsfeld aus?

Werner Haas: Das HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Point) ist ein international anerkanntes Instrument zur Lebensmittelsicherheit und daraus resultiert die hohe Quote bei der EU-Zulassung der schlachtenden Fleischereibetrieben im Werra-Meißner-Kreis. Deshalb haben die regionalen Fleischereien eine hohe Qualität und die meisten Produkte haben einen regionalen Bezug, den die Verbraucher suchen.

Welche Auswirkung haben Fleischskandale auf das Handwerk?

Werner Haas: Das Thema Dioxin ist nicht am Fleischerhandwerk vorbeigegangen. Es obliegt dem Fleischereibetrieben den teils verunsicherten Verbrauchern Rede und Antwort zu stehen. Die Fleischereibetriebe haben einen Vertrauensbonus gegenüber dem Verbraucher, den es auch in Zukunft zu erhalten gilt. Denn ein guter handwerklicher Fleischereibetrieb kann die Herkunft und Art der Erzeugung seiner Waren genau nachweisen. (zge)

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