Vom Zimmermann zum Bestatter

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Stolz auf die hohe Ehrung: Zimmermeister Werner Heinemann bekam in Baunatal den goldenen Meisterbrief.

Dass Holz ein vielseitiger, sympathischer Baustoff ist, hat Werner Heinemann schon von Kindesbeinen an im elterlichen Betrieb in Wolfhagen gelernt. Nach seiner Ausbildung zum Zimmermann hat er vor 50 Jahren an der damaligen Bundesfachschule Kassel noch den Meister draufgesattelt.

Zu diesem Jubiläum erhielt der heute 72-Jährige während einer Feierstunde des Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Bubiza) in der Stadthalle Baunatal den goldenen Meisterbrief.

Im Zimmererberuf hat Heinemann, der zwei erwachsene Kinder und vier Enkel hat, allerdings schon lange nicht mehr gearbeitet. Diesem Handwerk ist er der Liebe wegen untreu geworden. Als er seine Liesel heiratete, wechselte er in das Bestattungsunternehmen seiner Schwiegereltern. Bis vor zehn Jahren hat er dieses Unternehmen, das heute sein Sohn Jochen und sein Enkel Henning führen, geleitet. In seinem neuen Metier hat Heinemann ebenfalls die Meisterprüfung gemacht. Mit Holzbau hatte er als Bestatter allerdings nichts mehr zu tun. Schon damals seien die Särge industriell hergestellt worden, erzählt der Jubilar. Das Ehepaar Heinemann betreibt auch noch einen Blumenladen in Wolfhagen.

Den elterlichen Betrieb Heinemanns, der fünf Mitarbeiter hat, hat dessen Neffe übernommen. (pdi)

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