Zufrieden mit den Jungs

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Gut gestartet: Die Bau-Lehrlinge des ersten Lehrjahrs am Frankenberger Lehrbauhof.

Zu Beginn des neuen Schul-Halbjahres hat die Innung für das Bau-Handwerk Waldeck-Frankenberg eine erste Bilanz über das Leistungsvermögen der Lehrlinge gezogen, die im Sommer 2010 eine Ausbildung im Bau- oder Ausbau-Bereich begonnen haben.

„Wir sind zufrieden mit den Jungs“, sagte der Leiter des Frankenberger Lehrbauhofs, Peter Wilhelm. 21 Lehrlinge hatten ihre Lehre als Zimmerer, Maurer oder Hochbaufacharbeiter begonnen. „Alle sind fleißig und lernwillig“, lobte Wilhelm.

Im Lehrbauhof erfolgt die überbetriebliche Unterweisung. „Es genügt nicht, den Nachwuchs nur in Betrieb und Berufsschule auszubilden. Wegen der enormen Vielseitigkeit der Bauberufe ist es wichtig, die Auszubildenden ergänzend überbetrieblich auf einer Lehrbaustelle umfassend zu unterweisen“, sagte Wilhelm. In Frankenberg erfolge das schwerpunktmäßig für den Hochbau, am Korbacher Lehrbauhof sei der Schwerpunkt Tiefbau gebildet worden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Waldeck-Frankenberger Innung für das Bauhandwerk, Ulrich Mütze aus Geismar, ermunterte die jungen Lehrlinge zu viel Tatkraft und Lernhunger: „Ihr habt vor einem halben Jahr eure Lehre begonnen und steht dadurch gerade am Anfang eurer Berufslaufbahn. Dabei lernt man ein Leben lang. Seid fleißig und nutzt die Chancen, die sich euch bieten. Dann werdet ihr auch erfolgreich sein.“

Das Bauhandwerk biete vielfältige Entwicklungschancen für junge Leute, erklärte Mütze, der auch stellvertretender Kreishandwerksmeister ist. Der Weg vom Facharbeiter zum Polier, Meister oder Bautechniker sei ein lohnenswerter: „Jeder hat einmal klein angefangen. Das Handwerk ist sehr durchlässig und bietet vielfältige Karrierechancen bis hin zum Chef.“ Im Handwerk könne man eine Menge Geld verdienen. Die Ausbildungs-Kosten amortisieren sich früher. „Die Arbeitslosenquote unter gut ausgebildeten Handwerkern ist deutlich niedriger als unter Akademikern“, betonte Mütze.

Förderung für Hauptschüler

In diesem Zusammenhang wies der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Gerhard Brühl, auf die vielfältigen Förderprogramme hin, die die Einstellung junger Lehrlinge erleichtern können: „Im Sommer beginnen hoffentlich wieder viele junge Leute eine Ausbildung im Bau-Handwerk. Wir freuen uns, auch diese in der großen Handwerks-Familie willkommen heißen zu können. Darunter werden auch zahlreiche Hauptschüler sein. Gerade für sie gibt es mehrere Förderprogramme, die unsere Innungs-Betriebe nutzen sollten.“

Lehrlinge sicherten nicht nur den Fachkräfte-Nachwuchs für die Betriebe der Region, sondern auch die Zukunft der Betriebe insgesamt, meinte Gerhard Brühl: „Nicht selten werden Betriebe auch an selbst ausgebildete Mitarbeiter des eigenen Unternehmens übergeben. Dies wird nach meiner Einschätzung immer öfter vorkommen.“ (nh/off)

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