Zuversichtliche Zimmerer

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Tradition: Die frisch gebackenen Zimmermeister sangen zum Abschluss der Feier ihr Klatschlied und mussten prompt eine Zugabe geben. 

Der Wirtschaft in Nordhessen geht es gut, energetische Sanierungen und die Renovierung von Altbauten eröffnen Chancen. Im Holzbau sind die Aussichten rosig. Allerdings nur, wenn sich die Betriebe konsequent modernisieren und auf den zu erwartenden Fachkräftemangel rechtzeitig einstellen.

Das war der Tenor der Grußworte und Reden während der Feier für Jubilare und frisch gebackene Zimmerermeister des Kasseler Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Bubiza) am Wochenende in der Baunataler Stadthalle. Sie wurde vom Vorsitzenden der Bundesfachschule für das Zimmerhandwerk, Friedrich Brauner, eröffnet.

„Das Handwerk hat eine goldene Zukunft, wenn es sich den veränderten Bedingungen anpasst“, sagte Staatsminister Dieter Posch, dessen Vater einst selbst Prüfer der Meisterkurse war. Der FDP-Politiker meinte damit den drohenden Nachwuchsmangel am Bau. Das Problem könne die Politik nicht lösen, da sei die Initiative der Wirtschaft gefragt. Die Handwerksbetriebe würden in einen „dramatischen Wettbewerb um junge Leute geraten“, warnte Eckart Drosse, Vertreter der Gesellschafter des Bubiza. Die Betriebe müssten sich deshalb auch um Jugendliche bemühen, die bisher für eine Handwerksausbildung nicht so interessant gewesen seien.

Karl Ryczak

Neben den mahnenden Worten gab es vom Minister ein dickes Lob für die Arbeit des Bildungszentrums. Das Bubiza sei auf dem besten Wege, ein Kompetenzzentrum für den Holzbau zu werden. Deshalb habe das Land schon 800 000 Euro investiert. Das Zentrum transferiere sein Wissen an die Betriebe und eröffne Handwerkern die Chance zum Studium. Es sorge so mit dafür, dass das Handwerk ein „Stabilitätsanker“ in der Region bleibe.

Der Minister zeichnete eine Reihe von altgedienten Zimmermeistern aus der Region aus. Darunter war auch Karl Ryczak aus Kassel, der vor 40 Jahren seinen Meister gemacht hat. Der 64-Jährige hat einen Zimmerbetrieb mit drei Mitarbeitern in Harleshausen und hofft, dass sein Sohn das Geschäft übernimmt.

Von Peter Dilling

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