Hannover Rück leidet unter Naturkatastrophen

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Hat große Verluste geschrieben: die Hannover Rück

Hannover - Schuld sind die Naturkatastrophen: Das Erdbeben in Chile oder der Wintersturm “Xynthia“ haben das Konto des Rückversicherers Hannover Rück schrumpfen lassen.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres schrumpfte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp ein Drittel auf rund 157 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dabei musste der Rückversicherer eine außergewöhnlich hohe Last an Großschäden tragen - die Belastung lag bei insgesamt rund 264 Millionen Euro und damit rund zweieinhalb mal so hoch wie ein Jahr zuvor. Alleine das Erdbeben in Chile kostete Hannover Rück 185 Millionen Euro.

Dennoch hält das Unternehmen an den Gewinnzielen für das Gesamtjahr fest. Der Überschuss solle in diesem Jahr mindestens 600 Millionen Euro betragen, sagte Finanzvorstand Roland Vogel am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen und anlässlich der Hauptversammlung in Hannover. Im vergangenen Jahr betrug der Überschuss 731 Millionen Euro. 2008 war der Rückversicherer wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht.

Keine Sorge wegen Griechenland

Auch die gesunkene Bohrinsel “Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko soll das Gewinnziel der Hannover Rück in diesem Jahr nicht gefährden. Aus den Versicherungsansprüchen für die Bohrinsel selbst, den Kosten für das Heben der Plattform, das Schließen des Bohrlochs und Haftpflichtansprüchen erwartet der Vorstand weiterhin eine Belastung von 40 Millionen Euro.

Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten schlug auch bei Hannover Rück zu Buche. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 41 Prozent auf fast 280 Millionen Euro. Die verdienten Nettoprämien wuchsen um knapp ein Zehntel auf 2,3 Milliarden Euro. Besonders stark fiel das Wachstum mit 13,3 Prozent in der Personen-Rückversicherung aus, während die Schaden-Rückversicherung lediglich um 6,5 Prozent zulegte.

Die Griechenland-Krise macht dem Vorstand wenig Sorgen: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 35 Millionen Euro in Papieren des Landes angelegt. Finanzchef Vogel sieht keinerlei Gründe, sich nun davon zu trennen.

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