Hersteller aus Spanien verklagt

Haribo-Hammer: Süßwarengigant zieht gegen alkoholhaltige Gummibärchen vor Gericht

Mit alkoholhaltigen Gummibärchen hat ein spanischer Hersteller Haribo auf den Plan gerufen. Wegen Verwechslungsgefahr hat der Branchengigant Klage eingereicht.

  • Der Branchengigant Haribo klagt gegen einen spanischen Süßwarenhersteller.
  • Der Grund: Ositos vertreibt alkoholhaltige Gummibärchen
  • Diese sehen den Haribo-Bärchen wohl zum Verwechseln ähnlich.

Grafschaft - Gummibärchen mit Alkohol verkauft seit längerem das spanische Unternehmen Ositos. Damit hat es sich nun den Branchengiganten schlechthin zum Feind gemacht: Der deutsche Süßwarenkonzern Haribo findet das nämlich gar nicht lustig. Man habe eine Klage gegen das spanische Unternehmen eingeleitet, bestätigte ein Haribo-Sprecher am Dienstag. Der Grund: Die beschwipsten Bärchen ähnelten den eigenen Goldbären vom Aussehen her. 

Haribo klagt wegen möglicher irreführender Verbindung

„Es besteht die Gefahr einer irreführenden Verbindung zwischen unserer Marke und den alkoholischen Fruchtgummibären“, hieß es seitens des Konzerns. Zunächst hatte der WDR berichtet. Ositos bietet seine bunten Bärchen bislang in Geschmacksrichtungen wie Tequila, Whiskey oder Wodka mit etwa 15 Prozent Alkoholgehalt an - und lässt seine Kunden im Online-Shop bestätigen, dass sie mindestens 18 Jahre alt sind. Für Haribo hingegen sei die „kindliche Freude und Nasch-Spaß für Jung und Alt“ wichtig, sagte der Sprecher. „Für uns schließen sich Kinder und der Genuss von Alkohol grundsätzlich aus.“ 

Im Dezember 2018 hatte Haribo dagegen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Damals gab es  Produktionsschwierigkeiten bei Goldbären, Fruchtgummi-Vampiren und anderen Erzeugnissen. Ein neues Softwaresystem hatte zu Lieferengpässen geführt. Zudem wurde der Großkonzern 2018 von einem schweren Umsatzeinbruch gebeutelt. Ende November 2019 teilte das Unternehmen dann mit, dass es sich Kampf um die Kunden wieder stärker auf seine Klassiker wie Goldbären oder Color-Rado stützen will

Haribo widmete sich seit November stärker den Goldbären

„Wir haben unsere Top-Produkte wie den Goldbären aus den Augen verloren“, sagte Andreas Patz, Sprecher der Geschäftsführung Deutschland, noch im November gegenüber dem Handelsblatt. Möglicherweise ist den Haribo-Mitarbeitern die alkoholhaltige Konkurrenz zu ihren Goldbärchen nun überhaupt erst aufgefallen, seit sie sich wieder verstärkt ihrem beliebten Klassiker widmen. Ob die hochprozentigen Bärchen nun bald aus den spanischen Supermärkten verschwinden, bleibt abzuwarten. 

Rubriklistenbild: © dpa / Martin Gerten

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