Haushaltsloch wächst weiter

Wiesbaden - Das Loch in den öffentlichen Haushalten wächst weiter. Laut Statistik fehlten im 1. Halbjahr fast 60 Milliarden Euro: Die Entwicklung wurde durch die Wirtschaftskrise verschärft.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres klaffte zwischen Einnahmen und Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung eine Lücke von 59,7 Milliarden Euro. Das waren 2 Milliarden Euro mehr als im ersten Halbjahr 2009, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Die Einnahmen blieben mit 498,2 Milliarden Euro fast gleich, die Ausgaben stiegen auf 557,4 Milliarden Euro (plus 0,3 Prozent). Dass die Differenz dieser beiden Summen ein geringeres Ergebnis ergibt, ist nach Angaben der Statistiker auf interne Verrechnungen zurückzuführen.

Die Wirtschaftskrise hatte das Defizit in den öffentlichen Kassen 2009 dramatisch steigen lassen - für das gesamte Jahr auf 105 Milliarden Euro, das Zwanzigfache des Werts von 2008. Im ersten Halbjahr 2010 erhöhten sich die Ausgaben unter anderem für Personal (plus 2,8 Prozent auf 107,4 Milliarden Euro), soziale Leistungen (plus 2,9 Prozent auf 192,1 Milliarden Euro und Zinsen (plus 1,7 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro). Beim Bund stiegen die Ausgaben um 5,1 Prozent, die Einnahmen nur um 0,4 Prozent, damit erhöhte sich das Defizit auf 36,8 Milliarden Euro. Dagegen verringerte sich das Defizit der Länder im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 3,5 Milliarden Euro auf 12,0 Milliarden Euro und das der Sozialversicherung um 6,3 Milliarden Euro auf 3,0 Milliarden Euro.

dpa

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