Kasseler Kali- und Salzproduzent erwartet fürs Gesamtjahr kräftigen Gewinnanstieg

K+S hebt Prognose an

Abbau im hessisch-thüringischen Kali-Revier: Nach den beispiellosen Absatzeinbrüchen des Krisenjahr 2009 ist K+S wieder in der Erfolgsspur. Die Gewinne sprudeln. Foto:Archiv/nh

kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S hat die schwere Krise 2009 überwunden und die Ergebnisprognose fürs Gesamtjahr kräftig angehoben. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) will der einzige deutsche Rohstoffkonzern von Weltrang 630 bis 670 Millionen Euro verdienen.

Bislang hatte das im Dax notierte Unternehmen ein Ebit von maximal 600 Mio. Euro erwartet. Das geht aus einer Pflichtmitteilung an die Börse hervor, die K+S am Dienstagabend veröffentlichte. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 hatte der Konzern vor Steuern 122,6 Mio. Euro verdient, im bisherigen Rekord- und Ausnahmejahr 2008 waren es 1,34 Mrd. Euro.

Aktuelle Prognosen zum Jahresumsatz und -überschuss gab K+S nicht ab. Ebenso wenig machte das einzige Dax-Unternehmen in der Region Angaben zum Verlauf der ersten drei Quartale.

Im zurückliegenden dritten Dreimonatsabschnitt steigerte der Konzern den Umsatz um 52 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis verelfeinhalbfachte sich auf 108,5 (Vorjahr: 9,4) Mio. Euro. Unterm Strich blieben dem weltweit größten Salzproduzenten und der Nummer vier auf dem Kalimarkt im dritten Quartal 40,4 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch krisenbedingt ein kleines Minus von 2,1 Mio. Euro.

Als Grund für die insgesamt positive Entwicklung auch im dritten Quartal nannte K+S den Umsatz- und Ergebnisbeitrag des US-Salzanbieters Morton Salt, der seit 1. Oktober 2009 konsolidiert ist und somit in die Konzernbilanz einbezogen wird. Zudem trugen sowohl das stabile Salzgeschäft und die anziehenden Preise für die wieder stärker nachgefragten Kaliprodukte zum Ergebnis bei.

Nach der Prognose von Anfang August will K+S im Gesamtjahr sieben (4,5) Mio. Tonnen Kali- und Magnesiumprodukte sowie bis zu 22 Mio Tonnen Salz verkaufen. Den Jahresumsatz sah der Konzern seinerzeit bei bis zu fünf Mrd. Euro, den Reingewinn bei bis zu 370 Mio. Euro. Der dürfte angesichts der Prognose-Anhebung für das Ebit über dieser Annahme liegen.

Die Zahl der Beschäftigten war zum 1. Oktober 2009 wegen der Morton-Salt-Übernahme um fast 3000 auf derzeit mehr als 15 000 gestiegen.

Der Kapitalmarkt honorierte die Zahlen mit einem Plus: Die K+S-Aktie ging mit 50,85 Euro aus dem Handel – 1,6 Prozent höher als am Vortag.

Von José Pinto

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