Süße Lebensmittel

Hier lauern die Zuckerfallen

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In welchen Lebensmitteln lauern die Zuckerfallen?

MÜnchen - Finger weg vom Fett – jeder weiß, dass Pommes oder Sahnetorte die Strandfigur sabotieren. Zu viel Zucker ist zwar ein ähnlich gefährlicher Figurkiller, aber in Lebensmitteln häufig schwerer zu enttarnen.

Denn die Hersteller verschleiern ihre Kalorienbomben gerne, die Verbraucher-Organisation Food watch spricht sogar von „Täuschung“ der Kunden.

Erst am Dienstag nahm Food watch die Firma Hipp deswegen ins Visier, verlieh ihr den „Goldenen Windbeutel für die Werbelüge des Jahres“. Der Grund: Hipp vermarkte einige seiner Instand- Tees als „geeignet für Kleinkinder ab dem 12. Lebensmonat“ – und das, obwohl in jeder fertigen 200-Milliliter-Tasse umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker stecken. Dabei empfehlen Experten, kleinen Kindern nur ungesüßte Getränke zu geben. Hipp handele also „unverantwortlich“, prangern die Verbraucherschützer an.

Auch Erwachsene gehen der Lebensmittelindustrie auf den Leim: weil Zucker oft nicht klar und allgemeinverständlich gekennzeichnet wird. „Wenn in der Zutatenliste ein Stoff mit der Endung -ose auftaucht, verbirgt sich dahinter immer ein Zucker“, warnt die AOK. Zum Beispiel Malzzucker (Maltose), Rohrzucker (Saccharose), Fruchtzucker (Fruktose), Milchzucker (Laktose) oder Traubenzucker (Glukose). Und: Wenn auf der Packung „zuckerfrei“ steht, bedeutet das nur, dass in dem Produkt kein Rohrzucker enthalten ist. Die Konsequenz aus der Verschleierung: „Die meisten nehmen sehr viel Zucker zu sich, ohne es zu merken“, so die AOK. Die tz-Tabellen auf dieser Seite zeigen exemplarisch, wo überall Zuckerfallen lauern.

Grundsätzlich gilt: So lange man Zucker in Maßen zu sich nimmt, wird der Körper nicht sauer. Aber wer es übertreibt, riskiert seine Gesundheit. Denn zu viel Zucker kann müde und schlapp machen, sogar Krankheiten wie Depressionen begünstigen. Männer sollten nicht mehr als 110 Gramm Zucker am Tag verzehren, Frauen maximal 90 Gramm.

I. Flink, C. Schmelzer, A. Beez

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