Hilfskredite gegen zyprisches Erdgas

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Die Kredite für Zypern seien unnötig, behauptet ein FDP-Finanzexperte

Berlin - Politiker der schwarz-gelben Regierungskoalition wollen als Gegenleistung für die Zypern-Rettung die möglichen Erdgasvorkommen des Inselstaates als Garantie nutzen.

Alle möglichen Hilfskredite sollten durch künftige Einnahmen aus den Gasverkäufen Zyperns abgesichert werden. Immerhin wird der Marktwert der riesigen zyprischen Öl- und Erdgasvorkommen auf mehr als 600 Milliarden Euro geschätzt“, sagte der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, am Montag in Berlin.

Ähnlich argumentierte der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, bei „Handelsblatt Online“: „Die Kredite für Zypern sind völlig unnötig, denn für den halben Inselstaat wäre es ein Leichtes, die künftigen Einnahmen aus dem künftigen Gasgeschäft zu Geld zu machen.“ Wie das funktionieren könnte, ließe sich „sicherlich bei EZB-Präsident Mario Draghi erfahren, der bei der Investmentbank Goldman Sachs genügend Erfahrungen gesammelt hat, wie so etwas geht“, meinte Schäffler.

Das Erdgasvorkommen war 2011 unter dem Meeresboden südlich von Zypern entdeckt worden. Eine Bohrinsel ist bereits installiert. Experten gehen davon aus, dass das Gas schon 2014 gewonnen werden könnte. Eine solche Rohstoff-Garantie wäre allerdings Neuland in der Eurokrise und gilt als kompliziert. Am Montagnachmittag wollten die Finanzminister der Eurogruppe über Hilfen für das finanziell angeschlagene Land diskutieren. Eine Entscheidung wird aber frühestens für März erwartet.

dpa

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