Historie Kasseler Martini Brauerei

Von der Familie Kropf zur Kasseler Martini Brauerei

Ein Rezept aus dem Stammland seiner Vorfahren wurde anno 1849 für Adolf Andreas Christian - genannt Adolf Kropf - der Schlüssel zum Erfolg. Im Berchtesgadener Land auf der "Kropfleite" zu Salzberg hatten die Kropfs über Jahrhunderte auf eigenem Hof gewirtschaftet. Sie mussten ihn im 17. Jahrhundert um ihres Glaubens willen verlassen: Seitdem fuhren sie mit großen Gespannen über die Handelsstraßen Süd- und Mitteldeutschlands. Adolf Kropf, der sich ursprünglich dem Baufach verschrieben hatte, machte sich schließlich in Kassel sesshaft.

Das Haus in der Mittelgasse 56

Für 19.500 "blanke Thaler" erwarb er das Haus Mittelgasse 56. Sehr bald sollte die Brauerei mit Ausschank zu einer stadtbekannten Adresse werden. Im Zeichen der Türme von St. Martin, die heute noch zum Firmensiegel gehören, entstand ein untergäriges Bier von dunkler Farbe mit hohem Stammwürzgehalt, auf bayerische Art gebraut. Es fand auf Anhieb allgemein Gefallen.

Im Zeichen des St. Martin

Im Haus am Martinsplatz mit seiner Kutscherstube, der Sudkammer und dem Kropf-Martini-Bräu wurde manches Kapitel Kasseler Bier- und Stammtischgeschichte geschrieben. Als "Bayerische Bierhalle" wurde sie zum Bürgertreff bei vielerlei Veranstaltungen. Hier tagte der Künstler- und Literatenstammtisch "Pvunzel", hier standen hessische Krüge und Teller auf langen Borden und hier wurde als sichtbare Verbindung zur Martinskirche der Hammer der alten Viertelstunden-Glocke aufbewahrt.

Mit Weitblick und für eine gesicherte Zukunft

Als Mann von Weitblick erwarb Adolf Kropf 1895 ein geräumiges Felsengrundstück an der Kölnischen Straße, wo bald darauf das neue Brauereigebäude entstand. Auch die Zerstörungen durch zwei Weltkriege konnten diese Erfolgsgeschichte nicht aufhalten. Nach verschiedenen Eigentümerwechseln ist die Kasseler Martini Brauerei seit 1997 eine 100%ige Tochtergesellschaft der traditionsreichen Einbecker Brauhaus AG.

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