Kommentar zum erhöhten Leitzins: Langsamer Entzug

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Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed ist keine Überraschung. Dazu ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Barabara Will.

Seit Wochen deutet Fed-Chefin Janet Yellen an, dass sie die Finanzkrise zu den Akten legen will: Die US-Wirtschaft laufe wieder, der Arbeitsmarkt sei solide.

Spannend ist also nicht die Anhebung, sondern die Frage, wie es weiter geht. Denn die US-Banken schwimmen im Billiggeld, das die Fed nun wieder einsammeln muss – keine leichte Aufgabe. Zudem kann die Notenbank die Finanzmärkte nur wohldosiert auf Entzug setzen. Vor allem Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren Dollarschulden aufgehäuft. Ihnen drohen mit steigenden Zinsen Turbulenzen. Die Fed steht vor einem heiklen Balance-Akt. Zieht sie die Zinsschraube zu schnell an, würgt sie die Konjunktur in den USA und anderen Staaten ab, zögert sie zu lange, verliert sie ihre Glaubwürdigkeit.

Die Europäische Zentralbank wird ihre Geldflut hingegen so schnell nicht eindämmen, für den Euro geht es damit weiter abwärts. Erst einmal gut für die Exportnation Deutschland, aber ein Problem für Länder außerhalb des Euroclubs. Sie werden ihre Währungen wohl abwerten müssen, damit ihre Waren im Ausland noch konkurrenzfähig sind. 

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