Kommentar  zur Mindestnutzung für Elektrogeräte: Kampf gegen Schrott

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Der neue Drucker hält nur ein paar Monate – ärgerlich für Kunden. Verbraucherpolitiker fordern deshalb eine Mindestnutzungszeit für Elektrogeräte von drei und fünf Jahren. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Barbara Will.

Die Hersteller von Elektrogeräten werden oft verdächtigt, bei der Entwicklung ihrer Produkte deren frühzeitigen Exitus gleich mitzuplanen. Nachzuweisen ist ihnen das nur schwer, doch sicher ist, dass viele Geräte schneller als nötig auf dem Müll landen.

Um im Preiskampf mitzuhalten, wird an der Verarbeitung gespart, werden billige Materialien verbaut, wird geklebt statt geschraubt. Allein um diese Praktiken zu unterbinden, ist der Vorstoß von SPD, Grünen und Linken gerechtfertigt, zumal die Parteien auch die Beweislast umkehren wollen. Nun soll nicht der Verbraucher Pfusch beweisen müssen, sondern der Hersteller Sorgfalt. Auch die vorgeschlagenen Mindestnutzungszeiten sind realistisch. Eine hochorganisierte Industrienation sollte fähig sein, einen Toaster zu bauen, der länger als drei Jahre hält.

Doch auch die Verbraucher können dazu beitragen, den Elektroschrott zu verringern: Bei kleineren Geräten wird oft nicht darauf geachtet, ob sie sich reparieren lassen, oder ob sie wegen eines defekten Bauteils entsorgt werden müssen. Und viele Smartphones oder Kameras werden wie Modeartikel vor der Zeit ausgemustert. Die Kunden haben es in der Hand: Auch mit Kaufverhalten lassen sich Hersteller disziplinieren.

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