Hohe Preise für Kakao und Nüsse setzen Süßwaren-Branche zu

+
"Die Rohstoffsituation ist weiterhin angespannt", sagte Stephan Nießner, der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Berlin (dpa) - Schlechte Ernten bei Kakao, Nüssen und Mandeln bereiten der deutschen Süßwarenindustrie Schwierigkeiten.

"Die Rohstoffsituation ist weiterhin angespannt", sagte Stephan Nießner, der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie. Die Verkaufspreise entsprechend zu erhöhen sei angesichts der Marktmacht großer Handelsketten kaum möglich.

Nach einer Stagnation im vergangenen Jahr rechnet die Branche auch in diesem Jahr nicht mit höheren Produktionsmengen bei Süßwaren und Knabberartikeln. "Der deutsche Markt ist gesättigt", sagte Nießner. Etwa die Hälfte der Produktion geht inzwischen in den Export, vor allem in europäische Länder.

Ihren Umsatz hatte die deutsche Süßwarenindustrie im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf rund 12,58 Milliarden Euro gesteigert. Das sei vor allem auf die Rohstoffpreise zurückzuführen, sagte Nießner. Kakao verteuerte sich demnach wegen Trockenheit in Ghana im vergangenen Jahr verglichen mit 2014 um ein Fünftel, Haselnüsse wegen Frost während der Blütezeit in der Türkei um knapp die Hälfte. Trockenheit in Kalifornien führte bei Mandeln zu einem Preisanstieg von 42 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.