Hollande und Monti: Wachstum gegen die Krise

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Demonstrieren Harmonie: Frankreichs Präsident Francois Hollande (links) und Italiens Ministerpräsident Mario Monti.

Rom - Frankreichs Staatschef Hollande und Italiens Regierungschef Monti sind auf einer Wellenlänge: Europa darf nicht nur sparen, sondern muss für Wachstum sorgen, will es aus der Krise herauskommen.

Der französische Staatspräsident François Hollande hat zur Bewältigung der Euro-Krise in Europa “Wachstum, Stabilität und Integration“ verlangt. Nach einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti sagte Hollande am Donnerstagabend in Rom, notwendig seien jetzt Ressourcen für eine sofortige Stimulierung der Wirtschaft.

Es gebe den Willen, auch auf dem bevorstehenden G20-Gipfel der Industrie- und Schwellenländer “das Wachstum zu unserem Ziel zu machen“, erklärte er.“ Das bedeute jedoch nicht, dass dafür die Haushaltsdisziplin zur Diskussion stehen dürfe. Außerdem brauche Europa noch Mechanismen gegen die Finanzspekulation.

Wahlen in Frankreich: Hollandes Partei auf Erfolgskurs

Linksrutsch in Frankreich: Die Anhänger der sozialistischen Partei feiern am Montag ihren Sieg im ersten Durchgang bei den Wahlen zur Nationalversammlung. © dapd
Linksrutsch in Frankreich: Die Anhänger der sozialistischen Partei feiern am Montag ihren Sieg im ersten Durchgang bei den Wahlen zur Nationalversammlung. © dapd
Linksrutsch in Frankreich: Die Anhänger der sozialistischen Partei feiern am Montag ihren Sieg im ersten Durchgang bei den Wahlen zur Nationalversammlung. © dpa
Linksrutsch in Frankreich: Die Anhänger der sozialistischen Partei feiern am Montag ihren Sieg im ersten Durchgang bei den Wahlen zur Nationalversammlung. © dpa
Die Vorsitzende der sozialistischen Partei, Martine Aubry © dapd
Linksrutsch in Frankreich: Die Partei von Francois Hollande ist auf Erfolgskurs © dapd
Linksrutsch in Frankreich: Die Partei von Francois Hollande ist auf Erfolgskurs © dapd
Linksrutsch in Frankreich: Die Partei von Francois Hollande ist auf Erfolgskurs © dapd

Auch Monti forderte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Hollande ein stärkeres Handeln Europas gegen die Schuldenkrise. Was bereits geleistet worden sei, sei zwar nicht wenig. Die erreichten Fortschritte zur Eindämmung der Euro-Krise reichten allerdings nicht aus, um den Euro aus der Schusslinie zu nehmen, sagte Monti. Bei dem Meinungsaustausch mit Hollande gab es nach Montis Worten eine äußerst starke Übereinstimmung der Sichtweisen. Mehr Aufmerksamkeit müsse nun auf das Wirtschaftswachstum gelegt werden, bekräftigte er.

Hollande und Monti befürworten bereits seit längerem zusätzliche Wachstumsinitiativen und die Einführung von Eurobonds, die von Berlin weiterhin abgelehnt werden. Italien ist in der Rezession und steht wieder stärker unter dem Druck der Finanzmärkte. Monti hatte klar gemacht, ganz auf ein Ankurbeln zu setzen; die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone braucht seiner Ansicht nach den Euro-Rettungsfonds nicht. Der ehemalige EU-Kommissar ist eingesetzt, das hoch verschuldete Land aus der Krise zu führen. Er hat bereits harte Sparpläne durchgesetzt.

Valérie Trierweiler: Die neue "Première Dame"

Eine elegante Journalistin löst in Frankreich  Carla Bruni als erste Dame des Landes ab. © dpa
Valérie Trierweiler steht an der Seite von Sarkozy-Herausforderer Hollande. © dpa
Frankreichs neue “Première Dame“ hat fast zwei Jahrzehnte für das Magazin “Paris Match“ als politische Redakteurin gearbeitet. © dpa
Die Mutter dreier halbwüchsiger Söhne wuchs als Valérie Massonneau mit fünf Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in Angers auf. © dpa
Die seit 2005 mit Hollande verbandelte Journalistin äußerte sich nicht zur Frage einer möglichen Heirat. Das sei ein privater Beschluss: “Wir wollen nicht aus Pflicht heiraten.“ © dpa
Die Mutter besserte die bescheidenen Einkünfte ihres kriegsversehrten Ehemannes als Kassierin in einer Eissporthalle auf. © 
Als energisch und durchsetzungsfähig gilt die Journalistin, deren Äußeres gerne mit dem unterkühlt-nüchternen Charme einer Katharine Hepburn verglichen wird. © 
Begonnen hatte ihre Beziehung mit Hollande bei einem der Interviews, die die schlanke Brünette mit dem charmanten Lächeln und dem halblangen Haar für “Paris Match“ mit dem Spitzenpolitiker führte. © 

Am Abend wurde Hollande noch von seinem italienischen Amtskollegen Giorgio Napolitano empfangen. Die beiden Treffen dienten auch der Vorbereitung eines für den 22. Juni ebenfalls in Rom geplanten Vierergipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy sowie Hollande und Monti vor. Auch dabei dürfte es um mehr Wachstum vor allem in den in der Krise steckenden Ländern Südeuropas gehen.

dpa

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