Hotelvermittler HRS droht Ärger

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Der Hotelvermittler HRS hat eine Abmahnung vom Kartellamt bekommen.

Bonn - Immer der beste Preis - das verlangt der Zimmer-Vermittler HRS von den Hotels. Gut für die Verbraucher, sagt das Internetportal. Schlecht für den Wettbewerb, sagte das Kartellamt.

Das Bundeskartellamt hat das Hotelbuchungsportal HRS ins Visier genommen. Die Behörde mahnte die mit den Hoteliers vereinbarte Meistbegünstigungsklausel ab. Nach Auffassung der Wettbewerbshüter ist diese Klausel kartellrechtswidrig. Die Abmahnung sei noch keine abschließende Entscheidung, teilte die Behörde am Freitag mit. Das in Köln ansässige Unternehmen HRS (Hotel-Reservation Service Robert Ragge GmbH) kann nun zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Die mit den Hotelpartnern vereinbarte Klausel soll HRS für das gesamte Angebot im Internet den jeweils besten Hotelpreis, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen garantieren. Ab März soll die Klausel noch verschärft werden und auch für das Hotelangebot an der Rezeption gelten. In der Vergangenheit hat HRS nach Angaben des Kartellamtes mehrfach Hotels, die die Meistbegünstigungsklausel nicht einhielten, für weitere Buchungen gesperrt.

Die 10 schmutzigsten Hotels in Europa

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Die 10 schmutzigsten Hotels in Europa: Das Internetportal TripAdvisor hat die gesamten Kommentare und Urteile zu Hotels in Europa ausgewertet: 1. Club Aqua Gumbet, Gümbet, Provinz Mugla, Türkei © TripAdvisor
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2. Altin Orfe Hotel, Icmeler, Provinz Mugla, Türkei © TripAdvisor
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3. Cromwell Crown, London, England © TripAdvisor
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4. Corbigoe Hotel, London, England © TripAdvisor
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5. Park Hotel, London, England © TripAdvisor
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6. Hotel de Lantaerne, Amsterdam, Niederlande © TripAdvisor
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7. Hotel Y Boulevard, Amsterdam, Niederlande © TripAdvisor
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8. Blair Victoria & Tudor Inn Hotel, London, England © TripAdvisor
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9. Hotel Manofa, Amsterdam, Niederlande © TripAdvisor
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10. Hotel The Globe, Amsterdam, Niederlande © TripAdvisor

HRS sei das mit Abstand führende Hotelportal in Deutschland, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Durch die Best-Preis-Klausel werde Konkurrenten die Möglichkeit genommen, durch günstigere Konditionen Boden gut zu machen. “Newcomern wird der Markteintritt verwehrt. Deshalb stellen die Klauseln eine Gefahr für den Wettbewerb dar.“ Die Abmahnung bezieht sich auf die Meistbegünstigungsklausel. Sie erstreckt sich nicht auf die kürzlich von HRS angekündigte Erhöhung der Provisionen, die von vielen Hoteliers beklagt wurde.

HRS widersprach der Einschätzung des Bundeskartellamtes. Seine Firma nehme die Bedenken natürlich ernst, hieß es in einer Erklärung von Geschäftsführer Tobias Ragge. HRS habe aber gute Argumente, die verdeutlichten, dass der Wettbewerb nicht beschränkt werde. Von der Bestpreis-Garantie profitierten letztlich die Verbraucher. Das Unternehmen werde den Dialog mit der Behörde fortsetzen.

Top 10 Hotels mit Skandal-Potenzial

Platz 10: Hilton Washington, Washington D.C. Das Hotel ist in die Jahre gekommen, dass es derzeit (2010) komplett renoviert wird. Alle Spuren der berühmten Vergangenheit lassen sich aber nicht verwischen: Berühmt wurde das Hotel vor allem durch einen Attentäter, der von hier aus versuchte, den US-Präsidenten Ronald Reagan umzubringen. Der kam mit dem Schrecken davon. © www.tripadvisor.de
Platz 9: Palace Station Casino Hotel, Las Vegas. Das Palace bietet beides: Spielcasino und Hotel. Zimmer ab dem zehnten Stock bieten laut Empfehlung auf www.tripadvisor.de einen ganz besonderen Ausblick. Auch einen bleibenden Eindruck hinterließ O.J. Simpson, Football-Spieler und Filmstar, als er mit Freunden in ein Zimmer stürmte, Erinnerungsstücke klaute, von denen er sicher zu sein glaubte, sie gehörten ihm, und damit einen Polizeieinsatz auslöste. © www.tripadvisor.de
Platz 8: Chelsea Hotel, New York. Wie der Name schon sagt, steht das rote Backsteingebäude im Herzen Chelseas. Vor allem Künstler gingen und gehen hier ein uns aus. Bob Dylan komponierte im Chelsea Hotel Songs und die Verlobte von Sid Vicious, dem Bassisten der "Sex Pistols", wurde 1978 dort erstochen. © www.tripadvisor.de
Platz 7: Chateau Marmont, Los Angeles. Hier ist immer was los: Bandmitglieder von "Led Zeppelin" rasten auf ihren Motorrädern durch die Hotellobby, die "Eagles" sollen ihren Song "Hotel California" hier geschrieben haben und Britney Spears soll sich erst kürzlich einen Ausrutscher im Restaurant geleistet haben. © www.tripadvisor.de
Platz 6: Fairmont The Queen Elizabeth, Montreal, Kanada. Hier haben sie alle gewohnt: Queen Mum, Jimmy Carter und John Travolta. John Lennon schrieb hier in seinem Zimmer gemeinsam mit Yoko Ono den berühmten Song "Give Peace a Chance". In dem Zimmer kann man heute noch wohnen. © www.tripadvisor.de
Platz 5: Hotel Ritz, Paris. Das Ritz in Paris ist eine Legende. Es erlangte traurige Berühmtheit, als Lady Di mit Dodi Al Fayed 1997 von dort vor einem Paparazzi flüchtete und anschließend im Alma Tunnel tödlich verunglückte. © www.tripadvisor.de
Platz 4: Sunset Tower Hotel, West Hollywood. Direkt am Sunset Boulevard gelegen wurde das Sunset Tower Hotel nach seiner Eröffnung 1931 schnell zu einem Treffpunkt für Stars. Frank Sinatra und John Wayne stiegen schon dort ab. Wayne brachte sogar einen lebende Kuh mit auf sein Zimmer, weil er frische Kaffeesahne haben wollte. © www.tripadvisor.de
Platz 3: Mercer Hotel, New York. Direkt in Soho gelegen versteht sich dieses Haus als Hotel und Zuhause zugleich. Die meisten Gäste schätzen dieses Modell. Nicht so Russel Crowe. Der wurde furchtbar wütend, weil er nicht nach Australien telefonieren konnte, und warf sein Telefon nach einem Kellner. © www.tripadvisor.de
Platz 2: The Mark Hotel, New York. Diese Luxus-Herberge verfügt zweifelsohne über eine der besten Lagen der Welt an der New Yorker Upper East Side direkt am Central Park. Doch auch ein solches Juwel bleibt von unangenehmen Gästen nicht verschont. 1994 gastierten Schauspieler Johnny Depp und Model Kate Moss in der Präsidenten-Suite, die sie prompt verwüsteten. Depp wurde für die Aktion sogar verhaftet.  © www.tripadvisor.de
Platz 1: Adlon Kempinski in Berlin. Das noble 5-Sterne-Hotel hat einen ausgezeichneten Ruf und beherbergt täglich hochkarätige Gäste. Doch ein Gast machte das Haus ganz besonders berühmt: Michael Jackson. Der zeigte seinen Fans 2002 sein Baby und hielt es dabei so gefährlich weit über die Balkonbrüstung, dass es fast abstürzte. © www.tripadvisor.de

Der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßte die Abmahnung. Die durch HRS den Hotelpartnern abverlangte Ratenparität über alle Online- und Offline-Vertriebskanäle sei auch aus Sicht des Hotelverbandes ein massiver Eingriff in die unternehmerische Freiheit und eine eklatante Wettbewerbsbehinderung, hieß es in einer Erklärung.

Der IHA ist der Fachverband der Hotellerie in Deutschland. Er zählt rund 1400 Betriebe, die mit 170 000 Hotelzimmern einen Anteil von mehr als 20 Prozent des deutschen Hotelmarktes repräsentieren.

dpa

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