HRE: Garantien in Höhe von 18 Milliarden Euro bewilligt

München/Brüssel - Die EU hat vorerst weitere milliardenschwere Staatshilfen für die marode Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) genehmigt.

Die Garantien in Höhe von insgesamt 18 Milliarden Euro seien mit den EU-Vorschriften vereinbar, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. “Diese Garantien werden der Bank helfen, um dringenden Liquiditätsbedarf zu decken“, erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. “Natürlich werden diese Maßnahmen berücksichtigt, wenn die Kommission eine finale Entscheidung über den Umstrukturierungsplan der Bank trifft“, sagte sie weiter. Die EU hat bereits Kapitalspritzen für die HRE vorläufig genehmigt. Die aktuelle Entscheidung bezieht sich auf eine Garantie in Höhe von 8 Milliarden Euro, die mit einem Jahr Laufzeit am (kommenden) Mittwoch beginnt sowie auf eine weitere Garantie in Höhe von 10 Milliarden Euro.

Letztere werde in den kommenden Monaten gewährt, falls Liquiditätsbedarf notwendig sei, teilte die Brüsseler Behörde mit. Beide Garantien werden vom bundeseigenen Rettungsfonds SoFFin gewährt. Die HRE war im Zuge der Finanzmarktkrise in eine massive Schieflage geraten. Sie musste durch überwiegend staatliche Bürgschaften von rund 100 Milliarden Euro abgesichert werden und wurde Anfang Oktober verstaatlicht. Zwtl: HRE auch 2009 tief in der Verlustzone Die EU-Kommission untersucht seit Mai einen Umstrukturierungsplan für die HRE, den die Bundesregierung nach Verlängerung der staatlichen Bürgschaften für die Bank einreichen musste. Sämtliche Beihilfen können nur dann abschließend genehmigt werden, wenn Brüssel und Berlin eine Einigung über die künftige Struktur der Bank erzielen.

Der Umstrukturierungsplan sieht unter anderem vor, dass sich die HRE künftig auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung und die Vergabe von Krediten an die öffentliche Hand konzentrieren und damit ihre Geschäftsaktivitäten deutlich reduzieren wird. Die HRE hat 2009 von Januar bis September einen Verlust von 1,71 Milliarden Euro gemacht und rechnet auch im vierten Quartal mit roten Zahlen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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