HRE lagert Giftpapiere aus - Neuanfang unter neuem Namen

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Eine "Bad Bank" soll die Vergangenheit vergessen machen

Frankfurt/Main - Eine gigantische “Bad Bank“ soll bei der HRE die unrühmliche Vergangenheit vergessen machen und den Neuanfang unter anderem Namen ermöglichen.

Die Hypo Real Estate (HRE) lagerte Anfang Oktober riskante Kredite, Wertpapiere und Derivate im Wert von um die 200 Milliarden Euro an die beim staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin angesiedelte FMS Wertmanagement aus.

Von den Giftpapieren befreit, soll die Deutsche Pfandbriefbank als operative Einheit der HRE künftig das Geschäft mit Staats- und Immobilienfinanzierungen wieder auf eigene finanzielle Füße stellen. Die HRE war - nicht zuletzt durch ihre irische Tochter Depfa - in der Finanzmarktkrise ins Trudeln geraten. Der Bund verstaatlichte die als systemrelevant eingestufte Bank und bewahrte sie mit Garantien von in der Spitze rund 140 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch.

2009 schrieb die HRE einen Verlust von 2,24 Milliarden Euro, und auch im laufenden Jahr sind noch die roten Zahlen bestimmend: In den ersten neun Monaten häufte sie ein Minus von 1,14 Milliarden Euro an - immerhin ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Im März verlor sie noch dazu im Streit mit dem SoFFin über die Bezahlung von Mitarbeitern ihren Chef Axel Wieandt. Später im Jahr gab es auch noch politischen Streit über Bonuszahlungen im Umfang von 25 Millionen Euro.

Der Immobilienfinanzierer hofft nun auf Erleichterung durch die Auslagerung der schlechten Risiken aus der Bilanz. Die Abwicklungsanstalt FMS soll die Schrottpapiere über zehn Jahre “wertschonend abwickeln“.

dapd

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