HSH Nordbank verdient wieder Geld

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Seit ihrer Rettung durch die Länder ist die HSH Nordbank durch eine Rosskur gegangen, die noch nicht zu Ende ist. Foto: Bodo Marks

Hamburg (dpa) - Die HSH Nordbank hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich bessere Ergebnisse als im Vorjahr erzielt. Der Gewinn vor Steuern lag bei 460 Millionen Euro gegenüber einem Verlust von 95 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Bank in Hamburg mit.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von minus 66 auf plus 333 Millionen Euro. Die Bank mache Fortschritte bei der Umsetzung ihres Geschäftsmodells, habe die Altlasten deutlich reduziert und das Neugeschäft planmäßig ausgebaut.

"Wir halten damit Kurs auf unser Ziel und wollen das Geschäftsjahr erstmals seit 2010 mit einem Gewinn abschließen", sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich. "Wir richten unsere ganze Energie nun auf das laufende EU-Beihilfeverfahren, mit dessen Abschluss wir im ersten Halbjahr 2015 rechnen." Bei diesem Verfahren geht es um die Wiederaufstockung der Ländergarantien von sieben auf zehn Milliarden Euro, die bislang erst vorläufig genehmigt sind und neue Auflagen der EU nach sich ziehen könnten.

Die Garantien der Länder haben auch einen erheblichen Anteil daran, dass die Bank Gewinne in dieser Höhe ausweisen kann. Sie entlasten über einen komplexen Mechanismus die Bilanz der Bank und die notwendige Risikovorsorge. Dafür zahlt die Bank an die Länder Gebühren; in diesem Jahr bislang 390 Millionen Euro.

Gegenwärtig hat der Vorstand ein Programm zur Kostensenkung und einen Konzernumbau eingeleitet. Der Verwaltungsaufwand soll bis Ende 2017 um 170 auf 500 Millionen Euro sinken. Dazu sollen unter anderem 500 von rund 2600 Vollzeitstellen wegfallen.

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