Landesbank-Desaster: Ex-Bankchef in Österreich festgenommen

Wien - Neue Runde im Krimi um die österreichische Skandalbank Hypo Group Alpe Adria: Der Ex-Chef der früheren BayernLB-Tochter, Wolfgang Kulterer, ist am Freitag festgenommen worden.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt mit. Begründet wurde die Maßnahme mit Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Zudem sei ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden, dessen Namen die Justiz zunächst nicht bekanntgab.

In Kärnten und Wien wurden außerdem zehn Hausdurchsuchungen vorgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Was Kulterer genau vorgeworfen wird, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratschef war bereits wegen Bilanzfälschung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

In den vergangenen Monaten nahm ihn die Justiz wegen dubioser Geschäfte am Balkan ins Visier, auch der Vorwurf der Geldwäsche wurde geäußert. Kulterer war maßgeblich an dem Verkauf der HGAA-Mehrheit an die Bayerische Landesbank im Jahr 2007 beteiligt.

Die Kärntner Bank soll in zahlreiche Finanz- und Korruptionsaffären verwickelt gewesen sein. Ende 2009 musste sie notverstaatlicht werden. Der Fehlkauf kostete die bayerischen Steuerzahler mehr als 3,7 Milliarden Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.