ICE-Züge dürfen noch nicht durch Ärmelkanal-Tunnel

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Vorerst keine freie Fahrt für die ICE-Züge der Deutschen Bahn durch den Ärmelkanal-Tunnel.

Berlin - Die ICE der Deutschen Bahn haben noch keine Genehmigung für die Fahrt durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal. Dies stellte ein Bahnsprecher in Berlin klar.

Der Chef der Betreibergesellschaft Eurotunnel, Jacques Gounon, hatte vor kurzem gesagt, die deutschen Hochgeschwindigkeitszüge erfüllten nach einer Änderung der Brandschutzvorschriften alle Voraussetzungen, Personen durch den Tunnel zu befördern. Der Bahnsprecher erläuterte, nicht der Betreiber, sondern eine eigene Sicherheitsbehörde für den Tunnel erteile die entsprechende Genehmigung.

Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube prüft nach einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Dienstag), ob der bundeseigene Konzern künftig als Lizenznehmer die Strecke von Köln oder Frankfurt bis nach London in Eigenregie mit dem ICE 3 bedienen kann. Dort fährt bislang der Zug Eurostar, betrieben vom gleichnamigen französisch- belgisch-britischen Verkehrsunternehmen.

Die Deutsche Bahn erwägt laut “FAZ“ auch, sich mit bis zu 40 Prozent an dieser Gesellschaft zu beteiligen. Der Bahnsprecher sagte, zu möglichen Kaufabsichten oder einem Verhandlungsstand gebe es “keinen Kommentar“. Erstmals hatte die Deutsche Bahn im Januar bestätigt, einen Einstieg bei Eurostar auszuloten.

Grube bezeichnete die Verbindung Köln-Brüssel-London vor einer Woche in einem “Welt“-Interview als “hochattraktiv“. Nach einer Marktstudie liege das Potenzial bei jährlich einer Million Menschen, die aus Deutschland diese Strecke nutzen würden. Laut “FAZ“ will sich die britische Eurostar-Gesellschafterin London & Continental Railways (LCR) von ihrem 40-Prozent-Anteil für rund 1,5 Milliarden Euro trennen. Die Zeitung beruft sich auf Londoner Bankenkreise.

dpa

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