Ifo-Index wird anders berechnet - Wetter nun dabei

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Durch die Berechnung der Witterungseinflüsse soll der Ifo-Index besser mit internationalen Statistiken vergleichbar sein. Foto: Ralf Hirschberger

München (dpa) - Der viel beachtete Ifo-Index als Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft wird künftig anders berechnet.

Im Gegensatz zur bisherigen Praxis sollen Witterungseinflüsse wie ein extrem harter Winter nicht mehr aus dem Umfrageergebnis herausgerechnet werden, teilte das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mit. Damit soll der Ifo-Index besser mit internationalen Statistiken vergleichbar sein, in denen die saisonalen Schwankungen ebenfalls erkennbar sind.

Hauptgrund der Entscheidung sei, dass sich Wettereinflüsse auch in den realwirtschaftlichen Daten niederschlügen, erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. So habe sich beispielsweise die Bauproduktion Anfang 2014 wegen des milden Winters kräftig erhöht. Auch auch im Handel spiele der Einfluss des Wetters eine große Rolle.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt.

Damit die Zeitreihen vergleichbar bleiben, hat das Ifo-Institut die Werte der Vergangenheit neu berechnet. Dadurch ergibt sich auch für den Dezember-Wert beispielsweise eine Veränderung bei der Beurteilung der Geschäftslage. Dieser Wert lag zuvor bei 110,0 und wurde nun auf 109,8 geändert.

Zeitreihen zum ifo-Index

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