Pro Monat zwischen 65 und 209 Euro brutto mehr

VW-Mitarbeiter bekommen 3,4 Prozent mehr Lohn

Die 16 600 Beschäftigten im VW-Werk Kassel in Baunatal bekommen ab Juni 3,4 Prozent mehr Geld. Wer davon profitiert, was die Menschen vor Ort dazu sagen.

Die 16 600 Beschäftigten im VW-Werk Kassel in Baunatal bekommen ab Juni 3,4 Prozent mehr Geld. Auf das Lohnplus für die insgesamt 115 000 Mitarbeiter in den sechs deutschen Werken einigten sich die IG Metall und der VW-Konzern bei Verhandlungen in Hannover. Das Ergebnis gaben die Verhandlungsführer am Donnerstag bekannt.

Mit den 3,4 Prozent hätten die VW-Haustarif-Beschäftigten je nach Entgeltstufe pro Monat zwischen 65 und 209 Euro brutto mehr. Als Bonbons legte der Konzern unter anderem eine Einmalzahlung für die Stammbelegschaft von 450 Euro drauf. Das Geld fließt in einen Rentenbaustein zur Altersvorsorge. Die Leiharbeiter bekommen einen Einmalbetrag von 150 Euro. Auch wurde in den neuen Tarifvertrag die Festschreibung von mindestens 1400 Ausbildungsplätzen statt bisher 1250 an den deutschen Standorten übernommen.

„3,4 Prozent – das ist ein gutes Ergebnis“, sagt Carsten Bätzold, Betriebsratschef in Baunatal, im Gespräch mit der HNA. Die Erhöhung gelte genauso für die 1400 Leiharbeiter am Standort. „Das ist das Gute.“ Bätzold gehörte zu der Verhandlungskommission auf Arbeitnehmerseite, die das Ergebnis in der Nacht zu Donnerstag erzielte.

Vom Werkmanagement in Baunatal wollte sich auf Anfrage der HNA niemand zu dem Tarifabschluss äußern. Werksprecher Heiko Hillwig verwies lediglich auf die allgemeine Pressemitteilung aus Wolfsburg.

Im Vorfeld des Tarifabschlusses hatte die Gewerkschaft 5,5 Prozent mehr Lohn gefordert. Die Arbeitgeber hatten daraufhin ein Angebot über 2,2 Prozent unterbreitet.

Der neue Tarifvertrag, der eine Laufzeit von einem Jahr hat, orientiert sich am Flächentarif der Elektro- und Metallindustrie. Dort war kürzlich ebenfalls ein Lohnplus von 3,4 Prozent vereinbart worden.

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Rubriklistenbild: © dpa

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