Für 471 Millionen Euro

TLG: Mieterbund warnt vor Preissteigerungen

Berlin - Der Deutsche Mieterbund hat die Privatisierung der ostdeutschen TLG-Wohnungen scharf kritisiert und vor Mieterhöhungen gewarnt.

„Angesichts der aktuellen Mietpreisentwicklung muss die Bundesregierung alles unternehmen, um preiswerte Wohnungsbestände zu sichern. Sie macht das Gegenteil“, teilte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten am Montag mit. Preissteigerungen für die Miethaushalte seien jetzt vorprogrammiert. Der Bund verkauft rund 11.350 Wohnungen der früheren Treuhandtochter TLG an den Hamburger TAG-Konzern.

Aus Sicht des Mieterbunds dürften Wohnungen der öffentlichen Hand nicht an Finanzinvestoren verkauft werden. Sonst gehe preiswerter Wohnraum verloren, Investitionen in die Wohnungsbestände würden drastisch reduziert. Auch die Umwandlung in Eigentumswohnungen sei kritisch zu sehen. Die TLG-Wohnungen hätten möglicherweise an die Länder, die Kommunen oder Mietergenossenschaften verkauft werden können, so Siebenkotten.

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Für die auf Ostdeutschland spezialisierte frühere Treuhand-Tochter hatten mehrere Immobilien- und Finanzinvestoren mitgeboten. Auf Interesse waren vor allem die etwa 11.350 TLG-Wohnungen vorrangig in Berlin, Dresden und Rostock gestoßen. Neben finanzstarken Geldgebern hatte sich auch die Linkspartei über eine Genossenschaft an dem Bieterwettbewerb beteiligt.

Die TLG war 1991 als Treuhand Liegenschaftsgesellschaft gegründet worden, um nicht-betriebsnotwendige Grundstücke von DDR-Betrieben zu vermarkten. Zum Portfolio gehören neben den Wohnungen auch Büro- und Gewerbeimmobilien. Der deutsche Wohnimmobilienmarkt weckt zunehmend das Interesse ausländischer Anleger.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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