In Frankreich fallen erstmals seit 2009 die Verbraucherpreise

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Einkaufen in Paris macht noch mehr Spaß. Die Preise gehen zurück. Foto: Etienne Laurent

Paris (dpa) - In Frankreich sind die Verbraucherpreise im Januar erstmals seit dem Rezessionsjahr 2009 auf Jahressicht gesunken.

Die für europäische Zwecke harmonisierten Verbraucherpreise (HVPI) seien im Jahresvergleich um 0,4 Prozent gefallen, teilte die Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris mit.

Dies ist die erstenegative Inflationsrate seit Oktober 2009. Im Vormonat waren die Preise noch leicht um 0,1 Prozent gestiegen. Auch in Deutschland fielen die Verbraucherpreise im Januar auf Jahressicht deutlich. Damit dürfte die Furcht vor einer Deflation, also einer gefährlichen Spirale aus fallenden Preisen auf breiter Front und sinkenden Investitionen, weiter wachsen.

Allerdings sind sowohl in Frankreich als auch in Deutschland die abstürzenden Energiekosten maßgeblich für den Rückgang der Verbraucherpreise verantwortlich. In Frankreich kam ein gravierender Rückgang bei den Preisen für Bekleidung und Schuhe hinzu.

Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent an, bei der sie Preisstabilität gewahrt sieht. Dieses Ziel verfehlt sie seit Anfang 2013. Vor diesem Hintergrund hatte die EZB eine Billionen-Geldflut beschlossen. Das soll die Wirtschaft ankurbeln und die Preise wieder in die Höhe treiben.

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