Infineon schreibt schwarze Zahlen

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Infineon-Mitarbeiter unterziehen einen 200-Milimeter-Wafer einer optischen Kontrolle unter dem Mikroskop.

Neubiberg - Der Halbleiterkonzern Infineon hat dank massiver Kosteneinsparungen und einer Erholung der Nachfrage erstmals seit fast drei Jahren wieder einen Gewinn eingefahren.

Wie das Unternehmen am Donnerstag in Neubiberg bei München mitteilte, fiel in dem Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal ein Überschuss von 14 Millionen Euro an. Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2008/2009 rettete das solide Schlussquartal zwar nicht, Vorstandschef Peter Bauer gab sich für die kommenden Monate aber wieder optimistischer. An der Börse wurden die Nachrichten am Morgen gut aufgenommen. Die Infineon-Aktie legte am Morgen um gut 1,7 Prozent auf 3,52 Euro zu.

Diesen Marken vertrauen die Deutschen

Zum neunten mal hat "Readers Digest" in 16 europäischen Ländern ermittelt, welche Marken in den Augen des Verbauchers besonders vertrauenswürdig sind. In der Kategorie "Einzelhandel" hatte in Deutschland der Discounter "Aldi" die Nase vorn. © dpa
Insgesamt haben 23 287 Verbraucher an der Studie "Reader's Digest European Trusted Brands 2009" teilgenommen. Die Deutschen Teilnehmer wählten die "Allianz" auf Platz eins unter den Versicherungen. © dpa
Alleine in Deutschland haben sich an dieser Studie über 7000 Menschen beteiligt. Sie schenken mehrheitlich der Marke "Aral" ihr Vertrauen im Bereich "Kraftstoffe". © dpa
Bei den Spirituosen hat die Marke "Asbach" in Deutschland die Nase vorn. © ap
Aspirin ist sozusagen der Gesamtsieger im Bereich der Schmerzmittel. In Österreich, Spanien, Schweiz und Deutschland wurde das Produkt aus dem Hause Bayer auf Platz eins gewählt. © dpa
Noch besser schnitt sogar die Firma "Canon" ab. Im Bereich Fotogeräte belegte diese Marke in 13 der 16 Länder Platz eins. Auch in Deutschland. © dpa
Ein beliebtes Frühstück: Müsli oder eben Cornflakes. Die absolute Vormachtstellung in Sachen Verbrauchervertrauen besitzt im Bereich der Frühstückscerealien die Marke "Kellog's". Platz eins in Deutschland und neun weiteren Ländern. © dpa
In Sachen Computer genießt "Fujitsu Siemens in Deutschland das meiste Vertrauen. In neun Ländern wurde allerdings die Marke "Hewlett Packard", bzw. "HP Compaq" gewählt. © dpa
Die deutsche Nummer eins im Bereich Bekleidung: C&A. © dpa
Bei Erkältungen verlassen sich die Deutschen längst nicht nur auf Hausmittel. Arzneimittel der Marke "Wick" liegen in Deutschland, Belgien und Frankreich im Bereich "Erkältungsmittel" auf Platz eins. © dpa
Die deutsche Nummer eins unter den Reinigungsmitteln: Produkte der Marke "Frosch". © Frosch
Die neue Nummer eins der "Internet Service Provider": Google beendet die jahrelange Vorherrschaft von AOL. © dpa
Im Bereich Haarpflege vertrauen die Deutschen der Marke "Schwarzkopf". Gesamtsieger ist aber "Pantene" (drei mal Platz eins). © dpa
Ob Lakritzschnecken oder Gummibärchen: Die deutsche Nummer eins bei den Süßigkeiten ist Haribo in der Verbrauchergunst. © dpa
Ob die Gurkenmaske alleine reicht? Viele verlassen sich lieber auf Kosmetika: In Deutschland vertraut man "Yves Rocher", gleich fünf Nationen wählen allerdings "Nivea" auf Platz eins. © dpa
Kreditkarten gibt es viele, doch die Vormachtstellung scheint in Europa klar definiert: Gleich in 14 Nationen, darunter auch Deutschland, sprachen die Verbraucher "VISA" ihr Vertrauen aus. © dpa
Ob es an dem Kochstudio aus der Werbung liegt? Im Bereich Lebensmittel hat "Maggi" in Deutschland die Nase vorn. © ap
Nicht nur Waschmaschinen fallen unter die Kategorie Küchengeräte. Die Firma "Miele" lag gleich in fünf Ländern vorne. Auch in Deutschland. © dpa
"Müllermilch" holte in Deutschland bei den Milchprodukten die Topplatzierung. © dpa
Der absolute Primus. "Nivea" aus dem Hause Beiersdorf liegt in der Kategorie Hautpflege in allen 16 Ländern vorne. Und das zum fünften mal in Folge. © dpa
Durch die Werksschließung in Bochum zwar in die Kritik geraten, doch noch immer die Nummer eins im Ansehen des Verbrauchers: Nokia gewinnt in der Kategorie Mobilfunkhersteller. Und das ebenfalls in allen 16 Ländern. © dpa
Die Kette "Obi" führt in Deutschland in der Kategorie Gartenbedarf. © dpa
Platz eins im Bereich der Mundpflege: "Odol". © dpa
Bei den Waschmitteln überzeugt die Marke "Persil" die Verbraucher in Deutschland, Österreich und England. Der Konkurrent "Ariel" gewann gleich in sechs europäischen Ländern. © dpa
Nach wie vor die Nummer eins der Deutschen in Sachen Sekt: Die Marke "Rotkäppchen". © dpa
Manche können gar nicht genug davon bekommen: Schuhe. Das größte Vertrauen unter den hiesigen verbrauchern genießen Treter der Marke "Rieker". © ap
In Sachen Finanzen müssen Banken derzeit um das Vertrauen ihrer Kunden besonders hart kämpfen. Die "Sparkassen" genießen derzeit die größte Gunst. © ap
"TUI" genießt in Deutschland und Österreich das meiste Vertrauen im Bereich der Reiseanbieter. © dpa
Der Mobilfunkanbieter "Vodafone" wurde in Deutschland und Rumänien auf Platz eins gewählt... © dpa
... Kurios: Der Anbieter "T-Mobile" liegt dafür in Tschechien vorne. © dpa
Vitamine kann man duch frisches Obst zu sich nehmen, oder durch Tabletten. Im Breich der Vitamintabletten vertrauen die Konsumenten in Deutschland der Marke "Centrum". © ap
Bei den Automarken liegt häufig eine starke Marke aus dem eigenen Land vorne. "Volkswagen" belegte aber nicht nur in Deutschland die Spitzenposition, sondern auch in Österreich, Schweiz und Polen. © dpa

Im Gesamtjahr brach der Umsatz allerdings von 3,9 auf 3,0 Milliarden Euro ein. Das Betriebsergebnis verschlechterte sich von minus 46 Millionen Euro auf einen Verlust von 220 Millionen Euro. Zumindest unter dem Strich sah das Ergebnis aber besser aus, da im Vorjahr die defizitäre Speicherchiptochter Qimonda den Mutterkonzern fast mit in den Abgrund gerissen hätte. Nach einem Netto-Verlust von mehr als 3,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr kam Infineon 2008/2009 auf einen Verlust von 671 Millionen Euro. Qimonda ist mittlerweile pleite und steckt in der Liquidation.

Infineon-Chef Peter Bauer zog die Notbremse und verordnete dem Konzern ein hartes Sparprogramm, dem im vergangenen Jahr rund 3500 Stellen zum Opfer fielen. Außerdem schaffte es der Vorstand, neue Aktien am Markt zu platzieren und löste so seine Geldsorgen. Die Kapitalerhöhung spülte rund 725 Millionen Euro in die Kasse, der Verkauf der Sparte für drahtgebundene Kommunikationschips brachte nochmals 243 Millionen Euro. Infineon ist damit nicht nur schuldenfrei, sondern hat nun auch wieder rund 650 Millionen Euro in der Kasse.

Infineon rechnet für 2009/2010 mit Umsatzplus

Für die kommenden Monate gab sich Bauer am Donnerstag vorsichtig optimistisch. Vorausgesetzt, die Weltwirtschaft erholt sich weiter, rechnet Infineon 2009/2010 mit einem Umsatzplus von mindestens zehn Prozent. Besonders das Geschäft mit Autochips dürfte sich erholen und auch auf das Geschäft mit Chips für Handys setzt der Konzern Hoffnungen. Das operative Ergebnis soll deutlich steigen.

Allerdings macht Infineon seinen Ausblick vom Verkauf seiner französischen Fertigungsstätte Altis abhängig. Die hatte der Konzern bislang vergeblich versucht loszuschlagen. Schon im dritten Quartal hatte das Gemeinschaftsunternehmen für Abschreibungen gesorgt. Sollte der Verkauf misslingen, stellt sich Infineon im schlimmsten Fall auf neue Belastungen ein.

dpa

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