Inflation im Euroraum zieht weiter an

Luxemburg - Die Inflation im Euroraum überschreitet die Stabilitätsschwelle der Europäischen Zentralbank immer deutlicher. Die Verbraucherpreise lagen im März nach ersten Schätzungen um 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Im Februar lag die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent, im Januar bei 2,3 Prozent. In Deutschland stagnierte der Preisauftrieb nach europäischer Berechnungsweise im März bei 2,2 Prozent. Die EZB könnte angesichts der anziehenden Inflation schon in der nächsten Sitzung des Zentralbankrats am 7. April eine Anhebung der Leitzinsen beschließen. Durch die Verteuerung von Krediten würde Geld verknappt. Das soll dämpfend auf die Preise wirken. Die EZB definiert als Preisstabilität eine Teuerungsrate von “unter, aber nahe bei“ 2 Prozent. Der wichtigste Leitzins im Euroraum steht seit 13. Mai 2009 bei 1,0 Prozent. Mit der Politik des billigen Geldes wollte die Zentralbank in der Krise die europäische Wirtschaft stützen.

dapd

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