Inflation in Deutschland im Mai auf 0,7 Prozent gestiegen

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Inflation in Deutschland: Im Februar lag die Jahresteuerung bei 0,1 Prozent, im März bei 0,3 Prozent, im April bei 0,5 Prozent. Foto: Jens Büttner/Archiv

Wiesbaden (dpa) - Die Verbraucherpreise in Deutschland haben im vierten Monat in Folge leicht angezogen. Die jährliche Teuerungsrate kletterte im Mai nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes auf 0,7 Prozent.

Von April auf Mai 2015 zogen die Preise nach Mitteilung der Wiesbadener Behörde voraussichtlich um 0,1 Prozent an. Die Verbraucher mussten im Mai für Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor, die Preise zogen um 1,4 Prozent an. Haushaltsenergie und Kraftstoffe dagegen waren um 5,0 Prozent günstiger als im Mai 2014.

Damit setzt die Inflation in Deutschland ihren kontinuierlichen Anstieg auf niedrigem Niveau fort - nachdem die Teuerungsrate noch im Januar erstmals seit 2009 ins Minus gerutscht war. Im Februar lag die Jahresteuerung bei 0,1 Prozent, im März bei 0,3 Prozent, im April bei 0,5 Prozent.

Trotz dieses Trends ist die Inflation immer noch weit entfernt von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt ein stabiles Preisniveau bei knapp unter 2,0 Prozent an.

Um diesen Wert wieder zu erreichen, pumpt die EZB seit Anfang März über den Kauf von Staatsanleihen pro Monat 60 Milliarden Euro billiges Zentralbankgeld in den Markt. Das soll die Inflation im Euroraum anheizen.

Details zur Entwicklung der Verbraucherpreise im Mai 2015 will das Statistische Bundesamt am 16. Juni veröffentlichen.

Statistisches Bundesamt zu Inflation Deutschland 05/2015

Statistisches Bundesamt zu Inflation in Deutschland

Eurostat zu Inflation im Euroraum

EZB-Lernspiel zu Inflation und Deflation

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