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Schwerer Schlag für Galeria Karstadt Kaufhof kurz vor Weihnachten – „Nicht akzeptabel“

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Von: Lisa Mayerhofer

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Der letzte große deutsche Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist angeschlagen und erwartet vor Weihnachten Angebote von mehreren Interessenten. Einer davon ist nun aber abgesprungen.

Berlin – Der Onlinehändler buero.de hat der insolventen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ursprünglich ein Übernahmeangebot für 47 Filialen unterbreitet. Dieses hat er nun aber wieder zurückgenommen. „Wir haben unser Angebot für die 47 Filialen in der Tat zurückgezogen“, sagte buero.de-Chef Markus Schön am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Gerüchte über viel weitergehende Schließungen und die in diesem Zusammenhang in den letzten Tagen für uns deutlich gewordene Konfliktlage führen zu veränderten Rahmenbedingungen, die für uns nicht akzeptabel sind“, teilte er weiterhin mit. Das hätten die Gremien nach mehrstündigen Sitzungen entschieden. Zuvor hatten andere Medien berichtet.

Galeria Karstadt Kaufhof erwartet vor Weihnachten Angebote von mehreren Interessenten

Galeria Karstadt Kaufhof hatte am Mittwoch mitgeteilt, ein erstes Übernahmeangebot für eine Reihe von Filialen erhalten zu haben. Dieses bestehe nach wie vor, sagte der Sprecher des Handelsriesen am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Noch vor Weihnachten erwarte das Unternehmen weitere Angebote von mehreren anderen Interessenten. Zu den Namen der Interessenten und zur Frage, für welche Häuser sich die potenziellen Investoren interessierten, wollte der Sprecher aus Vertraulichkeitsgründen nicht Stellung nehmen.

Der letzte große deutsche Warenhauskonzern hatte Ende Oktober erneut Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht. Galeria-Chef Miguel Müllenbach sagte damals, das zuletzt noch 131 Warenhäuser umfassende Filialnetz müsse im Zuge des Schutzschirmverfahrens „um mindestens ein Drittel reduziert werden“. Damit stünden mehr als 40 Warenhäuser zur Disposition.

Galeria-Sprecher: Noch keine Entscheidung zu Filialen

Wie viele und welche Filialen geschlossen werden sollen, darüber ist nach Angaben des Galeria-Sprechers noch nicht entschieden. Das Unternehmen sei derzeit in Gesprächen mit den Vermietern. Dabei gehe es neben der Miete selbst auch um weitere Fragen wie zum Beispiel eine mögliche Verkleinerung der Mietfläche, energetische Sanierungen oder Modernisierungs- und Baumaßnahmen.

Ob ein Standort erhalten bleiben könne, werde auch stark von diesen Gesprächen abhängig sein. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Januars des kommenden Jahres Klarheit darüber geben wird“, sagte der Sprecher. (lma/dpa)

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