Verhandlungen gescheitert

Insolvenz der P+S Werften besiegelt

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Eine Luftaufnahme zeigt die Peenewerft in Wolgast mit verschiedenen Marine- und Polizeibooten am Ausruestungskai

Stralsund - Die P+S Werften in Stralsund und Wolgast sind pleite. Der Antrag auf ein Insolvenzverfahren soll am Mittwoch eingereicht werden. Ein Insolvenzverwalter ist vom Unternehmen aber nicht gewünscht.

P+S-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs werde am Mittwoch Insolvenzantrag beim Amtsgericht Stralsund stellen, sagte ein Unternehmenssprecher. Damit sind wochenlange Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten über finanzielle Zugeständnisse und einen Erhalt des Werftenverbunds gescheitert.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd strebt Fuchs ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an. Stimmen Insolvenzgericht und Gläubiger dem Antrag zu, würde dem Geschäftsführer ein Sachverwalter zur Seite gestellt. Der Geschäftsführer würde die gleichen Rechte wie ein Insolvenzverwalter erhalten und zum Beispiel beiderseits nicht erfüllte Verträge annullieren, Sicherheitsgut verwerten und Prozesse anstreben können.

Belegschaft soll am Vormittag über Insolvenz informiert werden

Nach Angaben des Betriebsrats sollen die Belegschaften der Volkswerft in Stralsund und der Peene-Werft in Wolgast am Vormittag informiert werden. Danach wollen sich Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter der Presse stellen.

Die Verhandlungen mit Kunden und Abnehmern waren am Dienstag gescheitert, nachdem sich die Reederei Scandlines als derzeit wichtigster Vertragspartner geweigert hatte, kurzfristig für Gespräche zur Verfügung zu stehen. Scandlines hatte dies damit begründet, dass die Werft ungenügende Informationen über den Bausachstand für zwei fast fertiggestellte Ostseewerften geliefert habe.

dapd

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