Institut: Deutscher Arbeitsmarkt verliert an Schwung

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Die Forscher stützen sich auf eine Umfrage unter den Chefs der 156 Arbeitsagenturen. Foto: Christian Charisius/Archiv

Nürnberg (dpa) - Trotz eines vielversprechenden Starts ins neue Jahr wird der deutsche Arbeitsmarkt im Laufe des Frühjahrs an Schwung verlieren, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg

In den kommenden drei Monaten sei allenfalls mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die Arbeitsmarktforscher berufen sich dabei auf eine monatliche Umfrage unter den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen.

Die meisten rechneten nur mit einer "verhaltenen Entwicklung". Entsprechend sank das aus dem Umfrageergebnis abgeleitete IAB-Arbeitsmarktbarometer auf 100,3 Punkte. Die Marke von 100 Punkten markiert einen Stillstand am Arbeitsmarkt, darüber liegende Werte sinkende Arbeitslosigkeit. "Der Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit aus den letzten Monaten wird sich wohl nicht in gleicher Höhe fortsetzen", räumte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber ein.

Zugleich widersprach er der Einschätzung einiger Ökonomen, die leichte Jobflaute sei eine Folge des neuen Mindestlohns. "Bislang sind kaum unerwünschte Nebenwirkungen des Mindestlohns auf dem Arbeitsmarkt erkennbar", betonte Weber. Für eine Bilanz sei es aber noch zu früh. Eine der Ursachen für die leichte Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt sei die unüblich günstige Entwicklung in den Wintermonaten; dadurch falle der Frühjahrsaufschwung schwächer aus als in früheren Jahren.

IAB-Pressemitteilung

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