Investitionen rechnen sich

Viele Vorteile: Für den Einsatz einer Wärmepumpe sprechen niedrige Betriebskosten, Umweltschutzaspekte sowie die Unabhängigkeit von Öl und Gas. (Fotos: Viessmann)

Wer bislang mit dem Austausch seiner alten Heizungsanlage gewartet hat, sollte jetzt aktiv werden. Denn mit rund 90 Prozent entfällt der größte Anteil des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt auf Heizung und Warmwasserbereitung. Außerdem muss mit weiter steigenden Energiepreisen gerechnet werden. Das heißt: Die Investition in moderne, effiziente Heiztechnik rechnet sich. Sie bietet die beste Voraussetzung, um die Heizkosten zu senken und sie dauerhaft im Griff zu behalten. Das Potenzial ist groß. Nur rund 20 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Im Durchschnitt wird ein Kessel erst nach 25 Jahren ausgetauscht. Dabei sind durch die Anlagensanierung mit Hilfe moderner, effizienter Heiztechnik Energieeinsparungen von bis zu 40 Prozent möglich.

Energie von der Sonne – kostenlos frei Haus

Es gibt viele Möglichkeiten zur energetischen Sanierung. Welche die richtige ist, hängt vom Einzelfall ab - von der Gebäudebeschaffenheit, vom zur Verfügung stehenden Energieträger und letztlich auch vom Budget des Anlagenbetreibers. Ob Wärmepumpe, Brennwertgerät oder Pelletkessel - in jedem Fall sollte der neue Wärmeerzeuger mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Denn Sonnenenergie steht nicht nur kostenlos zur Verfügung, sondern verringert auch die Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern Öl und Gas.

Eine moderne Solaranlage zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung gewährleistet zusammen mit einem effizienten Heizkessel oder einer Wärmepumpe die wirtschaftliche und zukunftssichere Wärmeversorgung eines Gebäudes. Schon eine kleine Anlage mit fünf Quadratmetern Kollektorfläche reicht aus, um aufs Jahr gerechnet rund 60 Prozent der Warmwasserbereitung abzudecken. Im Sommer können Solarkollektoren diese Aufgabe nahezu vollständig übernehmen. Der Kessel oder die Wärmepumpe kann dann über Monate ausgeschaltet bleiben.

Brennwerttechnik und Solar – ein perfektes Team

Mit einer größeren Solaranlage zur Heizungsunterstützung lässt sich dieser Zeitraum noch einmal deutlich verlängern. Vor allem während der Übergangsmonate im Frühjahr und Herbst hat sich diese Technik bewährt, durch die sich bis zu einem Drittel der jährlichen Energiekosten einsparen lassen. In Kombination mit einem hocheffizienten Brennwertkessel für Öl oder Gas kann der Energieverbrauch gegenüber einer alten Heizung sogar um bis zu 40 Prozent verringert werden.

Biomassekessel – Komfort und Bedienerfreundlichkeit

Den weitaus größten Anteil an den Erneuerbaren Energien hat Biomasse - und das aus gutem Grund: Scheitholz und Pellets zum Beispiel müssen nicht importiert werden, sind ganzjährig verfügbar, lassen sich leicht lagern und verbrennen CO2-neutral. Im Unterschied zu Kachelöfen und Kaminen, bei denen meist die dekorative Wirkung im Vordergrund steht, eignen sich moderne Biomassekessel zur komfortablen zentralen Beheizung von Gebäuden und zur Trinkwassererwärmung. Dabei wird die erzeugte Wärmemenge dem aktuellen Bedarf angepasst, so dass ein solcher Kessel in puncto Komfort und Bedienerfreundlichkeit in etwa einer Öl-/Gasheizung entspricht.

Wärmepumpe – auch für die Modernisierung geeignet

Mit ihren herausragenden Leistungsmerkmalen bietet sich auch eine Wärmepumpe für die Modernisierung an. Vergleichsweise niedrige Betriebskosten, Umweltschutzaspekte sowie die Unabhängigkeit von Öl und Gas sprechen für ihren Einsatz. Besonders effizient arbeitet eine Wärmepumpe, wenn das Gebäude gut gedämmt ist oder das Heizungssystem mit niedrigen Temperaturen betrieben werden kann – zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung.

Luft/Wasser-Wärmepumpen können darüber hinaus als Ergänzung zu einem vorhandenen Heizkessel angeschafft werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Öl, Gas oder Biomasse als Energieträger genutzt werden - in jedem Fall reduziert der Anlagenbetreiber seinen Brennstoffverbrauch um bis zu 90 Prozent. Da für solche bivalenten Anlagen vorwiegend Wärmepumpen mit geringerer Heizleistung eingesetzt werden, fallen vergleichsweise niedrige Investitionen an. NH

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