Erneuerbare Energien: 12 000 neue Jobs in nur drei Jahren

Kassel. Die Erneuerbare- Energien-Branche in der Region wächst deutlich schneller als erwartet. Seit 2007 stieg die Zahl der Beschäftigten in Nordhessen um 12 000.

Dies teilte Martin Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer des Kompetenznetzwerkes Dezentrale Energietechnologien (Deenet), am Freitag mit. Vor drei Jahren lag die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche bei 3000. Insgesamt zählt sie mittlerweile 15 000 Beschäftigte.

Hintergrund ist die von Deenet im Jahr 2007 vorgestellte Studie „Nordhessen 2020“. Darin war ein Potenzial der Branche von etwa 20 000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020 ausgewiesen worden. Laut Hoppe-Kilpper kann „dieses Ziel bereits deutlich eher erreicht werden“. Motor SMA Wesentlicher Jobmotor bleibt der Solartechnik-Hersteller SMA in Niestetal (Kreis Kassel). 2007 hatte das Unternehmen 1750 Mitarbeiter, aktuell sind es 5700.

Stellen aufgebaut hat auch Kirchner Solar in Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Dort stieg die Zahl der Mitarbeiter von 100 auf 250, bei Solartechnik Stiens in Kaufungen kletterte die Zahl der Beschäftigten auf 360, 60 von ihnen arbeiten in der Region. Nicht alle dieser Jobs sind tatsächlich neu. Viele gab es vorher schon – nur ihr Zuschnitt änderte sich. Und nicht alle Jobs entstanden im engen Umfeld erneuerbare Energien. Profitiert hat auch die gesamte Dienstleistungskette vom Steuerberater bis zum Handwerker, sagt Hoppe-Kilpper.

So legte hessenweit im ersten Quartal die Zahl der Beschäftigten im Heizungsbau und bei Dachdeckern um ein beziehungsweise 3,2 Prozent zu. Der Handwerkskammer Kassel liegen dazu zwar keine genauen regionalen Zahlen vor, Chefstatistiker Matthias Joseph bestätigte aber diesen Trend. Die Studie, die der Kasseler Prof. Ulf Hahne anfertigt, soll in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Von José Pinto und Martina Wewetzer

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