Schwer realisierbar

Jobsharing wird kaum praktiziert

+
Es wird viel darüber geredet. aber kaum einer macht es: Jobsharing. Foto: Alexander Heinl

Nürnberg (dpa) - Jobsharing ist zwar auf Personalkongressen ein beliebtes Thema - kommt in der Arbeitswelt aber so gut wie nicht vor.

"Das ist ein Nischenphänomen, empirisch kaum nachweisbar", sagte etwa Arbeitsmarktforscher Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen, bilanzierte: "Viele reden drüber, aber keiner macht es. Wir haben eine Lücke zwischen Reden und Handeln."

"Viele scheitern an den Rahmenbedingungen", erläuterte Rump. Denn Jobsharing bedeutet, dass sich zwei Mitarbeiter eine Stelle in jeglicher Hinsicht teilen - von den Aufgaben, der Verantwortung, den Stundenzahlen bis zum Gehalt. Diese beiden müssen sich selbst organisieren und die Details untereinander aushandeln, der Arbeitgeber betrachtet sie als eine Einheit.

"So etwas ist überhaupt nur vorstellbar in Arbeitsfeldern, wo wir ein nicht klar definiertes Aufgabenfeld haben, wie bei Führungskräften oder Kreativkräften", erläuterte Bonin. Am Band einer Automobilfabrik oder an der Kasse eines Supermarktes teile man den Job lieber gleich in zwei Teilzeitstellen oder mehrere Minijobs.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.