Bodenbelag- und Holzgroßhändler wächst stärker als der Markt

Jordan nicht zu stoppen

Jörg Ludwig Jordan Archivfoto: Socher

kassel/Göttingen. Der bundesweit und auch im benachbarten Ausland tätige Kasseler Bodenbelag-, Heimtextil- und Holzgroßhändler Jordan hat sein anhaltendes Wachstum 2010 fortgesetzt und will in diesem Jahr weiter expandieren. Nach einem Umsatzplus von 10,6 Prozent auf 247 Millionen Euro peilt Europas Nummer eins bei Bodenbelägen im laufenden Jahr einen Zuwachs von 7,2 Prozent auf 265 Mio. Euro an.

Das Ergebnis bezeichnet der geschäftsführende Gesellschafter der W. & L. Jordan Großhandelsgesellschaft mbH, Jörg Ludwig Jordan, als „befriedigend“. Konkrete Ertragszahlen nennt das Unternehmen traditionell nicht.

Die Ausweitung des Geschäfts blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigung. Binnen Jahresfrist stieg die Zahl der Mitarbeiter um 60 auf 911. Davon arbeiten 172 am Firmensitz in Kassel.

In diesem Jahr dürfte die Beschäftigtenzahl weiter wachsen. Denn im März eröffnete Jordan eine neue Niederlassung in Göttingen. Weitere folgen im Laufe des Jahres in Nürnberg und im österreichischen Linz, so dass die Zahl der Filialen auf 55 steigen wird. Die Niederlassung in Frankfurt wird derzeit erneuert, und die beiden Zentrallager in Kassel und Erfurt werden erweitert. Bereits 2010 hatte Jordan fünf Mio. Euro in neue Lagerflächen am Firmensitz investiert. Gruppenweit beliefen sich die Investitionen auf zehn Mio. Euro.

Jordan verfügt mittlerweile über ein flächendeckendes Filialnetz in Deutschland und Österreich sowie über eine Niederlassung im französischen Metz. Der überwiegende Teil der rund 25 000 Kunden sind Handwerksbetriebe, Raumausstatter und Innenarchitekten. Das Geschäft mit Endkunden ist verschwindend gering.

Als Grund für den anhaltenden Erfolg des Unternehmens nennt Jordan nicht nur das „breite Sortiment hochwertiger Waren“, sondern auch sein „motiviertes Team“. „Wir haben die bessere Mannschaft und damit die zufriedeneren Kunden“, betont der 50-Jährige, der das 1919 gegründete Familienunternehmen in dritter Generation führt.

Die Umsatzentwicklung scheint ihm Recht zu geben. Während der Gesamtmarkt bei Bodenbelägen 2010 um drei und bei Holz um sechs Prozent wuchs, legte Jordan in diesen Segmenten um zehn beziehungsweise 14 Prozent deutlich stärker zu. Jordan verhehlt zwar nicht, dass ein Teil des Umsatzzuwachses allgemeinen Preiserhöhungen geschuldet sei. Der größere Teil der Umsatzsteigerung resultiere aber aus einem gestiegenen Absatz.

Von José Pinto

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