Kartell für Waschpulver: Hohe Strafen für Ariel und Coral

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Die Waschpulverhersteller Procter & Gamble (Ariel, Foto) und Unilever (Coral) müssen wegen illegaler Preisabsprachen eine EU-Geldbuße von insgesamt 315 Millionen Euro zahlen.

Brüssel - Der Markt für Waschmittel ist knallhart umkämpft - da haben sich die drei Platzhirsche kurzerhand abgesprochen. Gleicher Preis für Persil, Ariel und Coral. Doch die EU-Kommission deckte den Deal auf, jetzt müssen die Konzerne satte Geldbußen bezahlen.

Harte Strafe für Ariel und Coral: Die Waschpulverhersteller Procter & Gamble (Ariel) und Unilever (Coral) müssen wegen illegaler Preisabsprachen eine EU-Geldbuße von insgesamt 315 Millionen Euro zahlen. Dem ebenfalls beteiligten Düsseldorfer Konzern Henkel (Persil, Weißer Riese) erließ die EU-Behörde die Strafe, weil er Europas Wettbewerbshüter über das Kartell informiert hat. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.

Auf dem hart umkämpften Markt hielten die drei führenden Waschmittelproduzenten Europas drei Jahre lang die Preise künstlich hoch. Die Absprache betraf Vollwaschmittelpulver für die Maschinenwäsche in acht Ländern, darunter Deutschland - und garantierte den Konzernen gute Einnahmen. “Sie verlangten von den Verbrauchern Preise, die höher sind, als wenn der Wettbewerb ordnungsgemäß funktioniert“, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Diesen Marken vertrauen die Deutschen

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In Sachen Versicherungen haben die Deutschen das größte Vertrauen in die Allianz Gruppe. © dpa
Coca-Cola genießt das größte Vertrauen unter den Erfrischungsgetränken. © dpa
Visa ist die bevorzugte Kreditkarte. © dpa
Handelsunternehmen: Aldi ist für die meisten Deutschen vertrauenswürdig. © dpa
Die Deutschen glauben, das Benzin von Aral habe ihr Vertrauen verdient. © dpa
In Sachen Spirituosen vertrauen die Deutschen Asbach. © dpa
Aspirin ist eine bewährte Wunderwaffe bei den Deutschen. © dpa
Bei Bekleidung steht C&A ganz oben auf der Vertrauens-Skala. © dpa
Bei Fotogeräten hat Canon bei den Deutschen die Nase vorn. © dpa
Fujitsu Siemens hat sich das Vertrauen der Deutschen in Sachen Computer verdient. © dpa
"Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso". © dpa
Unter den Frühstückscerealien steht Kellogg's an erster Stelle. © dpa
Maggi vertrauen die Deutschen, wenn es um Nahrungsmittel geht. © dpa
Miele ist ein deutsches Qualitätsprodukt - das glauben die Deutschen. © dpa
Müller Milch spielt in der Kategorie Milchprodukte ganz oben mit. © dpa
Nivea ist nicht nur in Deutschland führend, sondern steht auch in 15 weiteren europäischen Ländern an der Spitze der Vertrauensskala. © dpa
Nokia genießt Vertrauen bei den Mobiltelefonen. © dpa
Bei Zahnpasta und Mundpflege ist Odol die Nummer eins. © dpa
Erwartungsgemäß macht Persil unter den Waschmitteln das Rennen. © dpa
Rotkäppchen Sekt ist Deutschlands vertrauenswürdigste Marke in Sachen Schaumwein. © dpa
Haarpflege: Schwarzkopf. Mehr gibt es nicht zu sagen. © dpa
Die meisten Deutschen stufen die Sparkasse als besonders vertrauenswürdig ein. © dpa
Kaffee und Tee: Tchibo. © dpa
Unter den Internetunternehmen hat sich T-Online an die Spitze gearbeitet. © dpa
Tui ist top unter den Reiseveranstaltern. © dpa
Mobilfunk-Serviceanbieter: Vodafone spielt vorne mit. © dpa
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Wick ist für die Deutschen das beste Hustenbonbon. © dpa
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Yves Rocher ist gleich zweimal auf Platz eins gelandet, nämlich bei "Dekorativer Kosmetik" und "Parfum". © dpa
Wenn es um Vitamine geht, vertrauen die Deutschen den Produkten von Abtei. © Abtei

Die höchste Strafe entfällt auf Procter & Gamble mit 211 Millionen Euro, Unilever muss 104 Millionen Euro überweisen. Beiden Firmen wurde die Strafe ermäßigt, weil sie geständig waren und der Kommission bei der Aufklärung des Falls halfen.

Die Summen seien hoch ausgefallen, weil die Umsätze der Konzerne, der hohe gemeinsame Marktanteil und der “besonders gravierende Charakter der Zuwiderhandlung“ berücksichtigt wurde. “Die Firmen wollten ihre Marktanteile halten und vereinbarten, die Preise nicht zu senken, selbst wenn sie die Verpackung verkleinerten“, sagte Almunia. Verbraucher und Haushalte seien massiv geschädigt worden: “Diese Waschmittel finden sich alle prominent in Supermärkten und Geschäften“.

Das Kartell habe im Januar 2002 begonnen und bis März 2005 gedauert. Den ersten Kontakt hätten die Firmen bei einer vom Fachverband organisierten europäischen Initiative für umweltfreundliche Waschmittel aufgenommen. “Für den Umweltschutz waren Preisabsprachen oder andere wettbewerbswidrige Verhaltensweisen jedoch nicht erforderlich“, kritisierte Almunia.

Es ist bereits die dritte Kartellentscheidung der Kommission in diesem Jahr. Absprachen zum Schaden von Verbrauchern und Unternehmen sind in der EU streng verboten. Die Kommission kann Unternehmen mit bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes bestrafen. Almunia kündigte an, auch weiter “mit aller Entschiedenheit“ gegen Kartelle vorzugehen.

dpa

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