Millionenstrafe gegen Hörgerätehersteller

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen einen führenden Hörgeräte-Hersteller ein Bußgeld von 4,2 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen soll Einfluss auf Verkaufspreise genommen haben.

Das baden-württembergische Unternehmen Phonak habe auf die Verkaufspreise seiner Produkte Einfluss genommen, teilte das Kartellamt am Donnerstag in Bonn mit.

Hörgeräte werden über sogenannte Hörgeräte- Akustiker verkauft, die sie gleich auch testen und einstellen. In dem Fall, um den es hier ging, hatte ein bestimmter Hörgeräte- Akustiker Geräte von Phonak deutlich unter dem üblichen Preis angeboten. Daraufhin beschwerten sich andere Hörgeräte-Akustiker aus ganz Deutschland bei Phonak, worauf das Unternehmen mit einer Liefersperre gegen den “Preisbrecher“ reagierte.

Dieser sah sich dadurch gezwungen, seine Preise für die Hörgeräte anzuheben. Nach Überzeugung des Bundeskartellamtes ist dies nicht als isolierter Fall zu betrachten, vielmehr sollte damit ein Exempel statuiert werden. Phonak bestreite dies, wolle die Entscheidung des Kartellamts aber nicht anfechten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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