Informationen zum Umtausch

Kein Recht auf Rückgabe von schlechten Weihnachtsgeschenken

Berlin. Die Krawatte zu Weihnachten kam nicht gut an. Genauso wenig wie der Wandteller. Das Problem: Die Beschenkten können die ungeliebten Präsente nicht ohne weiteres wieder in den Laden bringen. Eine Übersicht, was geht und was nicht.

Bei einwandfreier Ware haben Kunden grundsätzlich keinen Anspruch auf Umtausch. „Wenn man im Laden etwas kauft, gilt die Regel: Vertrag ist Vertrag“, sagt Edda Costello von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dennoch kommen viele Händler ihren Kunden entgegen.

Den Kassenzettel noch zur Hand zu haben, ist im Falle eines Umtauschs ohnehin hilfreich. Mit ihm kann man beweisen, wann man die Ware gekauft hat. Hat man per Lastschrifteneinzug bezahlt, reicht der Kontoauszug.

Andere Umtauschregeln gelten für Geschenke, die im Internet oder per Katalog bestellt worden sind. „Im Online- und Versandhandel gilt grundsätzlich das Fernabsatzrecht mit einer Widerrufsfrist von 14 Tagen“, erklärt Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland in Berlin. Bestellkunden sollen das Produkt in den Händen halten. Selbst für einen nach den eigenen Wünschen zusammengestellten Computer aus dem Internet gilt dieses Widerrufsrecht. Denn die Computerteile können wieder voneinander getrennt werden, befand der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen: VIII ZR 295/01). Dagegen gilt das Widerrufsrecht nicht bei verderblicher Ware oder entsiegelten CDs.

Wenn das Widerrufsrecht in Anspruch genommen wird, trägt grundsätzlich der Händler die Kosten für die Rücksendung. Bei einem Warenwert unter 40 Euro kann der Händler aber dem Kunden diese Kosten etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen übertragen.

Defekte Ware kann der Verbraucher grundsätzlich binnen zwei Jahren reklamieren. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.