Keine Angst vor der Karte: Tipps zum sicheren Bezahlen

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Die Deutschen zahlen am liebsten bar. Sie greifen aber auch gerne zur Girocard.

Bargeld lacht: Die meisten Geschäfte werden hierzulande immer noch mit Banknoten und Münzen abgewickelt. Wer ausgebeulte Taschen vermeiden will, kann die Girokarte einstecken. Wenn sie abhanden kommt, müssen Bankkunden schnell reagieren.

Düsseldorf - Bargeld ist in Deutschland nach wie vor beliebt. Nach einer Studie der Bundesbank mit Daten von 2014 werden 79 Prozent aller Geschäfte bar abgewickelt. "Bargeld verspricht Sicherheit", erklärt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen diese Vorliebe. "Man kann es in der Hand halten, es kann nicht manipuliert werden, und bei der Zahlung bleibt man anonym."

Allerdings nutzen viele Verbraucher inzwischen auch Girokarten. Laut der Bundesbank werden damit inzwischen annähernd 30 Prozent der erfassten Umsätze bezahlt. Das mobile Bezahlen per Smartphone oder kontaktlos quasi im Vorbeigehen hat sich nach Einschätzung der Bundesbank bislang in Deutschland nicht durchgesetzt. Die Girokarte (EC-Karte) ist nach Ansicht von Feck ein sicheres Zahlungsmittel. "Da hat sich in den letzten Jahren viel getan", sagt der Verbraucherschützer.

Wichtig ist, dass die Verbraucher richtig mit ihrem Plastikgeld umgehen. Geht die Karte verloren, sollten Betroffene schnell handeln und Kredit- und Girokarten sofort unter der Notrufnummer 116 116 sperren. Wer aus dem Ausland anruft, wählt die kostenpflichtige Nummer +49 116 116. Sollte diese Hotline aus dem Ausland nicht erreichbar sein, gibt es zusätzlich die Rufnummer +49 30 40 50 40 50.

"Ab dem Zeitpunkt der Sperre ist die Bank für Missbrauch in der Haftung", erklärt Feck. Wurde allerdings schon vorher mit der entwendeten Karte Geld abgehoben oder eingekauft, muss der Kunde beweisen, dass er nicht fahrlässig gehandelt hat. Fahrlässig ist es etwa, wenn jemand seine PIN auf einem Zettel notiert und diese gemeinsam mit der Karte im Portemonnaie aufbewahrt.

Damit die Geheimnummer nicht ausgespäht wird, mahnt Feck: "Achten Sie bei der Eingabe am Geldautomaten oder der Kasse darauf, dass Ihnen niemand über die Schulter schaut."

Verbraucher zahlen trotz aller technischen Neuerungen weiterhin am liebsten bar. 79 Prozent aller Geschäfte werden nach einer Studie der Bundesbank auf Grundlage von Daten aus dem Jahr 2014 mit Schein und Münze beglichen. Allerdings sank der Bargeldanteil bezogen auf die Zahl der Transaktionen nach Angaben der Notenbank weiter leicht: Bei der letzten Erhebung der Bundesbank zum Zahlungsverhalten für das Jahr 2011 waren es noch 82 Prozent. Der wertmäßige Anteil von Bargeld blieb 2014 im Vergleich zu 2011 mit 53 Prozent unverändert.

Beim Plastikgeld gewinnt vor allem die Girocard (EC-Karte) kontinuierlich an Boden. Annähernd 30 Prozent der erfassten Umsätze werden der Studie zufolge inzwischen auf diesem Weg bargeldlos bezahlt. 2011 waren es noch rund 28 Prozent.

Das mobile Bezahlen per Smartphone oder kontaktlos quasi im Vorbeigehen hat sich nach Einschätzung der Bundesbank bislang in Deutschland nicht durchgesetzt. Vor allem Sicherheitsbedenken halten viele Verbraucher von solchen Zahlungsverfahren ab - auch wenn die Anbieter versichern, dass diese unbegründet sind.

dpa

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