Kali- und Salzproduzent verkauft Gartensparte Compo an Finanzinvestor Triton

Keine Blumenerde von K+S

Norbert Steiner

kassel. Der Kasseler K+S-Konzern hat seine Hausdüngersparte Compo an den schwedisch-britischen Finanzinvestor Triton verkauft. Das teilte der Kali- und Salzproduzent mit. Durch den Verkauf werden K+S voraussichtlich rund 150 Millionen Euro zufließen. Das Geschäft soll rückwirkend zum 1. März dieses Jahres an Triton übertragen werden. Das Unternehmen zeigte sich mit dem Verkaufspreis sehr zufrieden.

Compo mit 1075 Beschäftigten stellt in Münster Produkte für Gartenbaubetriebe, Baumschulen und Hobbygärtner her. 2010 setzte die Sparte 402,3 Millionen Euro um und erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 16,1 Mio. Euro. Was davon als Reingewinn übrig blieb, sagt K+S nicht. Aber es ist klar, dass die Rendite weit unterhalb der Margen der Kerngeschäftsfelder Kali- und Magnesiumdünger (Ebitda: 30,7 Prozent) sowie Salz (21,4) liegt. Zum Vertrag gehören auch Vereinbarungen zum Schutz von Compo-Arbeitsplätzen.

Grund für den Compo-Verkauf ist neben der geringen Profitabilität die angestrebte Konzentration des Kasseler Dax-Konzerns auf die Hauptgeschäftsfelder. Bei Salz ist K+S weltweit die Nummer eins, bei Kali belegt K+S nach Uralkali/Silvint (Russland), PCS (Kanada), Belaruskali (Weißrussland) und Mosaic (USA) den fünften Platz.

Triton gebe mit seinem Engagement „ein klares Signal für eine positive Zukunft der Gesellschaft“, sagte K+S-Vorstandschef Norbert Steiner. Der Verkauf wird zu einem Buchverlust von 90 Mio. Euro führen, der das Ergebnis beeinflussen wird. Denn der Wert von Compo hat sich seit dem Kauf 1999 verändert.

Mit dem Verkaufserlös wollen die Kasseler ihr Kerngeschäft weiter ausbauen. So plant K+S für 1,8 Milliarden Euro die Erschließung eines neuen Kali-Vorkommens in Kanada, mit dem die Jahreskapazität um ein Drittel auf rund zehn Mio. Tonnen erhöht werden soll. Außerdem prüft der Konzern den Erwerb des stillgelegten Bergwerks Roßleben in Nordthüringen sowie die Wiederinbetriebnahme der Grube Siegfried in Giesen bei Hildesheim.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.