Keine Einigung bei Ärztehonorar

Berlin - Ärzte und Krankenkassen haben sich nicht auf das Honorar für die 150 000 niedergelassenen Mediziner für das kommende Jahr einigen könnten.

Der Vizechef des Kassenspitzenverbands, Johann- Magnus von Stackelberg, sagte nach rund sechsstündigen Verhandlungen am Freitag in Berlin: “Bei den völlig überzogenen Forderungen der Ärzteschaft war leider keine Einigung möglich. Jetzt ist die Politik am Zug.“ Die Kassenärzte hatten für 2011 gut 2 Milliarden Euro zusätzlich gefordert.

Die Kassen mussten ihre Forderung nach einer Nullrunde aufgeben, weil die Koalition mit der Gesundheitsreform höheres Honorar vorsah, ohne den Anstieg allerdings zu beziffern. 2009 war das Honorar der Praxisärzte 2009 nach Kassenangaben um 6,3 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro im Vergleich zu 2008 gestiegen. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hatte beide Seiten aufgefordert, sich zu einigen. Auch die Gesundheitsexperten der Bundestagsfraktionen von Union und FDP hatten eine Einigung von Ärzten und Kassen in ihrem Gremium, dem Bewertungsausschuss, verlangt. Doch auch die Bundesregierung kann eine Entscheidung treffen, wenn die Selbstverwaltung dies nicht schafft.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.