Kommt nun die Rettung?

Kernkapital von Krisenbank Monte dei Paschi geschrumpft

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Außen prächtig, innen marode: Die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) braucht dringend Geld. Foto: Lena Klimkeit

Siena (dpa) - Das Kapital der schwer angeschlagenen italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) ist im vergangenen Jahr kräftig geschrumpft.

Die harte Kernkapitalquote sei von 12 Prozent Ende 2015 auf 8 Prozent gesunken, teilte das Institut mit. Alleine im vierten Quartal verzeichnete die Bank einen Nettoverlust von 2,53 Milliarden Euro. Das Jahresminus liegt damit bei 3,38 Milliarden Euro. Die Gesamteinnahmen schrumpften um fast ein Fünftel auf 4,26 Milliarden Euro.

Im Falle einer Intervention des Staates dürfte dieser rund 70 Prozent an dem Kreditinstitut halten. Die italienische Republik müsse am Ende insgesamt etwa 6 Milliarden Euro in die Bank investieren, hatte MPS-Vorstand Alessandro Falciai Mitte Januar bei einer Anhörung im Senat in Rom gesagt. 2 Milliarden Euro würden durch institutionelle Anleger beigesteuert. Die Europäische Zentralbank hatte bei der Bank, die unter Bergen fauler Kredite ächzt, einen Kapitalbedarf in Höhe von 8,8 Milliarden Euro errechnet.

Die Aufstockung der Anteile auf 70 Prozent käme einer Verstaatlichung des Geldhauses gleich. Eine private Rettung der Bank war im Dezember fehlgeschlagen, nun bleibt dem ältesten Geldhaus der Welt nur noch die Rettung durch die öffentliche Hand. Diese ist angesichts der geltenden EU-Regeln zwar umstritten, es wird aber nicht mit Störfeuer aus Brüssel gerechnet: Die EU-Kommission hatte bereits signalisiert, im Notfall Italien dabei zu unterstützen, eine Lösung im Einklang mit europäischem Recht zu gestalten./he

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