Kinderbetreuung ist nur vorläufig absetzbar

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Kinderbetreuung lässt sich nur vorläufig absetzen.

Berlin - Die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungskosten für Kinder wird vom Fiskus vorerst nur vorläufig anerkannt. Grund ist ein schwebendes Verfahren dazu beim Bundesfinanzhof.

Die Finanzbehörden von Bund und Ländern verständigten sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Montag darauf, die beschränkte Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten - teils rückwirkend für den Veranlagungszeitraum von 2006 bis 2008, teils ab 2009 für die gesetzliche Änderungen - nur vorläufig festzusetzen. Steuerzahler brauchen damit nichts mehr zu unternehmen, um Geld zurückzuerhalten, sollte die geltende Regel gekippt werden.

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Den Finanzämtern wird so eine Flut von Einsprüchen erspart. Bisher sind nur zwei Drittel von maximal 6000 Euro “erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten“ absetzbar - also höchstens 4000 Euro. Nun soll der Bundesfinanzhof entscheiden, ob die Kosten voll absetzbar sind. Mit dem jüngsten Vermerk hat sich die Liste vorläufiger Steuerfestsetzungen aufgrund anhängiger Musterverfahren beim BFH oder beim Bundesverfassungsgericht auf inzwischen elf Punkte verlängert. Zuletzt war unter anderem der umstrittene Solidaritätszuschlag rückwirkend nur vorläufig festgesetzt worden.

dpa

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