Solar-Gruppe aus Alheim hat den Umsatz mehr als verdoppelt – neue Stellen

Kirchner lacht die Sonne

Hat das Unternehmen 1991 gegründet: Lars Kirchner. Unser Foto zeigt ihn auf dem begrünten Dach eines Firmengebäudes. Die meisten Dächer der Produktions-, Verwaltungs- und Schulungsgebäude sind mit Solaranlagen bestückt. Foto: Kirchner/nh

Alheim. Die Solartechnik-Gruppe Kirchner in Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) hat den Umsatz 2010 mehr als verdoppelt und peilt im laufenden Jahr ein Wachstum von weiteren 20 bis 30 Prozent an. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Demnach schnellte der Umsatz im vergangenen Jahr von 81 auf 190 Millionen Euro in die Höhe. Gegenüber 2006 verdreizehnfachte Kirchner Solar die Verkaufserlöse. Zur Ertragslage macht das Unternehmen traditionell keine konkreten Angaben. Sie gilt aber als recht gut.

Firmengründer und Geschäftsführer Lars Kirchner begründete den aktuellen Umsatzsprung mit starken Zuwächsen im Service-Geschäft, bei Insellösungen und Nachführsystemen. Insellösungen sind mit Batterien kombinierte Solaranlagen, mit denen sich netzferne Siedlungen mit Strom versorgen können. Nachführsysteme sind Solarbäume, die dank einer aufwändigen Steuerung automatisch exakt dem Sonnenverlauf folgen und gegenüber statischen Solaranlagen eine um bis zu 40 Prozent höhere Stromausbeute erzielen.

Eigenentwicklung

Diese so genannten Tracker entwickeln und produzieren die Alheimer Solar-Profis selbst. Bei diesen Systemen sieht sich Kirchner auch global als unangefochtener Technologieführer. „In Sachen Nachführgenauigkeit macht uns weltweit niemand etwas vor“, sagt Geschäftsführer Kirchner nicht ohne Stolz.

Außerdem installiert die Kirchner-Gruppe herkömmliche Dachanlagen in allen Größen, plant, baut und betreibt Solarparks und ist im Bereich von Pellet- und Holzschnitzelanlagen sowie Wärmepumpen aktiv. Durch die internationale Ausrichtung kann das 1991 von Lars Kirchner als Elektrogeschäft gegründete Unternehmen die starken Marktschwankungen im Inland mehr als ausgleichen.

Kirchner ist in vielen südeuropäischen Ländern, im Nahen Osten, in den USA, in Kanada, China, Australien, Südkorea und mehreren Regionen Afrikas aktiv. 95 Prozent der Nachführsysteme und Insellösungen gehen nach Angaben des Geschäftsführers ins Ausland. Bislang hat Kirchner weltweit mehr als 6500 Solarparks gebaut.

Mit dem Umsatz ist auch die Beschäftigung gewachsen. Die Zahl der eigenen Mitarbeiter stieg 2010 um 20 auf jetzt 220 und soll in diesem Jahr in gleicher Größenordnung wachsen. Darüber hinaus arbeiten derzeit rund 120 Menschen im Ausland als Selbstständige in Kirchner-Projekten, in der Spitze waren es schon bis zu 500 Leute.

Trotz des schwachen Inlandsmarktes blickt Kirchner optimistisch in die Zukunft. Wachstumspotenzial sieht er vor allem im Ausland, aber auch im stark wachsenden Servicebereich in Deutschland. „Insofern machen wir uns überhaupt keine Sorgen“, erklärte Kirchner.

Von José Pinto

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