Kombinierter Verkehr – Containerterminal Kassel

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Bewältigt das schnelle Be- und Entladen: Containerkran im Umschlagbahnhof.

Neben Erschließungsstraßen, Versorgungsanlagen und Anschlussgleisen bildet ein Umschlagbahnhof die wesentliche Infrastruktur für ein Güterverkehrszentrum.

So war es auch im GVZ Kassel von Beginn an das Ziel, einen Umschlagbahnhof zu errichten, um die gewünschte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen. Nachdem sich die Deutsche Bahn in jenen Jahren umstrukturierte und in eigenständige Gesellschaften aufsplittete, kam sie als Bauherr für ein solches Terminal nicht mehr selbst in Betracht, sodass eine regionale Lösung für den Bau erarbeitet werden musste. Zur Umsetzung dieser Ziele wurde am 31. Juli 2000 die GVZ-Projektgesellschaft Kassel mbH (GVZ-P) gegründet, eine Gesellschaft, an der die Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH zu 50 Prozent sowie die Gemeinden Fuldabrück und Lohfelden zu jeweils 25 Prozent beteiligt sind. Die GVZ-P erwarb in der Folge die erforderlichen Grundstücke im Industriepark Waldau-Ost, errichtete dort das Containerterminal und übernahm die benötigten Industriestammgleise in ihr Erbbaurecht. „Von Anfang an florierte der in 2004 eingeweihte Umschlagbahnhof, sodass er 2011 bereits erweitert wurde“, erläutert der Geschäftsführer der GVZ-Projektgesellschaft, Kai Lorenz Wittrock. Der Geschäftsbetrieb des Terminals wurde über einen langjährigen Pachtvertrag an die Bahntochter DB Intermodal Services GmbH vergeben, die als Dienstleister auf den kombinierten Frachtverkehr spezialisiert ist. Auch der Betrieb und die laufenden Instandhaltungsarbeiten der Gleisanlagen erfolgen nicht von der GVZ-P selbst, sondern im Auftrag an die HLB Basis AG. Die GVZ-P nimmt als Objektgesellschaft vor allem die Aufgabe wahr, die Infrastruktur für den Betrieb des Containerterminals dauerhaft sicherzustellen. Dazu wurden im Jahr 2015 noch weitere Gleisabschnitte im Bereich des ehemaligen „Lohfeldener Bahnhofs“ in das Erbbaurecht der GVZ-P überführt.

Die Mittel sind gut investiert: Der Umschlagbahnhof floriert und arbeitet inzwischen an der Kapazitätsgrenze. Rund 52 000 Einheiten – Container und Auflieger – wurden im Jahr 2015 abgefertigt. „Pro Woche fahren sieben bis acht voll beladene Güterzüge zu den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven sowie fünf Züge ins italienische Verona, die damit die Straßen entlasten“, sagt Wittrock. Pläne für die nächste Erweiterung gibt es bereits. NH

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